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Strukturiert, digital begleitet, qualitätsgesichert: St. Vinzenz-Krankenhaus stärkt Versorgung in der Endoprothetik
Mit endoMOVE und digitaler Terminvergabe entwickelt die Orthopädie ihren Behandlungsweg weiter – für mehr Orientierung und eine schnelle Rückkehr in den Alltag.

Der Bedarf an endoprothetischen Eingriffen bleibt hoch, gleichzeitig verändert die Krankenhausplanung Nordrhein-Westfalen die Versorgungsstrukturen in der Orthopädie grundlegend. Das St. Vinzenz-Krankenhaus hat sich frühzeitig auf diese Entwicklung eingestellt und baut seine Versorgungskapazitäten in der Endoprothetik konsequent weiter aus. Mit dem erweiterten Programm endoMOVE und einer digitalen Terminvergabe entwickelt die Klinik ihren Behandlungsweg– für mehr Orientierung, kurze Zugangswege und eine strukturierte Rückkehr in den Alltag.

Mit der Krankenhausplanung Nordrhein-Westfalen werden operative Leistungen künftig gezielt an Standorte mit nachgewiesener Struktur-, Qualitäts- und Behandlungskompetenz gebündelt. Ziel ist eine dauerhaft leistungsfähige Versorgung ohne Engpässe. Das zertifizierte Endoprothetikzentrum am St. Vinzenz-Krankenhaus wurde dabei sowohl für die Leistungsgruppe der Primärendoprothetik als auch für die Revisionsendoprothetik berücksichtigt. Damit gehört die Klinik weiterhin zu den wenigen Standorten in der Region, an denen neben dem erstmaligen Gelenkersatz auch komplexe Wechseloperationen durchgeführt werden.  

Das St. Vinzenz-Krankenhaus hat seine organisatorischen und personellen Strukturen frühzeitig an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Für das laufende Jahr rechnet die Klinik mit rund 2.300 endoprothetischen Eingriffen. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem zwei MAKO-Robotersysteme für die robotergestützte Implantation von Knie- und Hüftprothesen. Unterstützt wird dies durch ein erfahrenes interdisziplinäres Team aus Operateuren, Pflege, Therapie und digitalem Patientenmanagement.  

Da es sich beim Gelenkersatz überwiegend um planbare, elektive Eingriffe handelt, kommt der sorgfältigen Vorbereitung eine besondere Bedeutung zu. Ziel ist ein strukturierter und medizinisch sinnvoll geplanter Behandlungsverlauf. Die Klinik setzt deshalb bewusst auf standardisierte Prozesse, digitale Patientenbegleitung und eine frühzeitige Vorbereitung auf Operation und Rehabilitation.  

Im Zentrum des Schnellgenesungsprogramm endoMOVE steht ein klar definierter Behandlungspfad: von der Vorbereitung über den stationären Aufenthalt bis zur Nachsorge. Patientinnen und Patienten erhalten alle relevanten Informationen gebündelt und digital begleitet entlang des gesamten Behandlungsverlaufs. Bereits vor dem Eingriff unterstützt eine digitale Patientenschule die Vorbereitung auf Operation und Rehabilitation. Gleichzeitig werden administrative Prozesse digital erfasst und für die weitere Behandlung verfügbar gemacht. Doppelungen werden reduziert und Abläufe besser aufeinander abgestimmt.  

Mit der Online-Terminvergabe wird der Einstieg in diesen Prozess nun erweitert. Termine können unabhängig von Kliniköffnungszeiten vereinbart und direkt in den bestehenden Behandlungspfad integriert werden. „Die Krankenhausplanung Nordrhein-Westfalen setzt bewusst auf leistungsstarke Zentren mit hoher Erfahrung und klaren Qualitätsstrukturen. Für die Patientinnen und Patienten in Düsseldorf bedeutet das Versorgungssicherheit und weiterhin einen verlässlichen Zugang zur Endoprothetik“, sagt Christoph Schnurr, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung. „Gerade weil es sich um planbare Eingriffe handelt, ist ein strukturierter Gesamtprozess entscheidend, den nur große Zentren leisten können.“  

Voraussetzung für einen erfolgreichen Gelenkersatz bleibt die sorgfältige Indikationsstellung. Operiert wird in der Regel erst dann, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind und Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen den Alltag deutlich beeinträchtigen. Die Möglichkeit einer qualifizierten Zweitmeinung unterstützt Patientinnen und Patienten zusätzlich bei ihrer Entscheidung. Nicht immer ist dabei ein vollständiger Gelenkersatz erforderlich. Insbesondere bei lokal begrenztem Verschleiß am Knie kann ein Teilgelenkersatz eine gelenkerhaltendere Alternative darstellen und – bei entsprechender Eignung – eine schnellere Rehabilitation unterstützen.  

Im operativen Bereich setzt die Klinik auf moderne Verfahren und robotergestützte Unterstützung bei Planung und Implantation durch zwei MAKO-Roboter. Die Mobilisation beginnt in der Regel bereits am Tag der Operation, das künstliche Gelenk ist meist direkt belastbar.  

Mit rund 2.300 endoprothetischen Eingriffen jährlich – davon  1.400 Knietotalendoprothesen (KTEP) und Schlittenprothesen  – zählt die Klinik zu den leistungsstärksten Endoprothetik-Standorten der Region. Nach Angaben des Endoprothesenregisters Deutschland liegt die Komplikationsrate im Vergleich unter den besten fünf Prozent der Einrichtungen. Die Verbindung aus hoher Eingriffserfahrung, standardisierten Prozessen, moderner OP-Technologie und digital unterstützter Patientenführung bildet die Grundlage für eine zukunftsfähige und patientenorientierte Versorgung in der Endoprothetik.

Hannah Blake

Pressekontakt

Cassie Kübitz-Whiteley

Pressekontakt

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