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Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns Tag + Nacht über unsere Notaufnahme. Im Notfall wählen Sie 112. Für nicht dringliche Beschwerden empfehlen wir, zunächst Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) zu kontaktieren. So bleibt die Notaufnahme für schwer erkrankte Patienten verfügbar. Informationen zum Leistungsangebot des Marien Hospital Düsseldorf finden Sie hier.

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Prostatatherapiezentrum

Marien Hospital Düsseldorf

Die gutartige Prostatavergrößerung


Die gutartige Vergrößerung der Prostata – benigne Prostatahyperplasie (BPH) – ist die häufigste Ursache einer Blasenfunktionsstörung des Mannes. Ab der Pubertät wächst die Prostata unter dem Einfluss des Hormons Testosteron. Dabei kann es zu einer Einengung des durch die Prostata verlaufenden Harnröhrenanteils kommen – was eine Urinabflussbehinderung aus der Blase verursacht.

Symptome:

  • Häufiges Wasserlassen – auch nachts
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Verminderte Harnflussrate
  • Nachtröpfeln
  • Das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können

Diese Symptome können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – sind jedoch in der Regel nicht lebensbedrohlich. Eine frühzeitige Abklärung und Behandlung verbessert die Lebensqualität deutlich.

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Diagnostik + Untersuchungen


Für die Diagnose einer BPH stehen verschiedene Untersuchungsverfahren zur Verfügung – abhängig davon, welche Voruntersuchungen bereits durchgeführt wurden. Wir vermeiden Doppeluntersuchungen, indem wir gezielt die noch fehlenden Befunde erheben.

Bei der digital-rektalen Untersuchung (DRU) tastet der Arzt mit dem Finger vom Enddarm her die Prostata. Da die Prostata direkt vor dem Darm liegt, können auf diese Weise Informationen über Größe und Beschaffenheit der Vorsteherdrüse gewonnen werden. Verdacht auf Prostatakrebs besteht z. B. dann, wenn Verhärtungen von „holzartiger“ Beschaffenheit getastet werden.

Als ein Verfahren mit guter Aussagekraft bietet sich eine Blutuntersuchung mit Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) an. Bei einer Erhöhung des PSA-Wertes besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein Prostatakarzinom. Allerdings können auch große Prostatadrüsen und Entzündungen der Prostata erhöhte PSA-Werte hervorrufen. Deshalb werden zur Sicherung der Diagnose oder zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms Gewebeproben aus der Prostata entnommen. Dies geschieht im Rahmen einer so genannten Prostatastanzbiopsie (siehe unten). Eine weitere Bedeutung hat die Bestimmung des PSA-Wertes zur Verlaufskontrolle nach Einleitung einer Therapie.

Beim transrektalen Ultraschall (TRUS) wird eine hoch auflösende Ultraschallsonde in den Enddarm eingeführt. Die enge nachbarschaftliche Beziehung zwischen Enddarm und Prostata ermöglicht die Beurteilung des Prostatagewebes im Ultraschall und somit das Erkennen von krebsverdächtigen Arealen innerhalb der Prostata sowie die Vermessung der Prostatagröße. Weiterhin gibt diese Untersuchung Hinweise darauf, ob ein eventuell vorliegendes Prostatakarzinom auf die Prostata begrenzt ist. Neben der Ultraschalluntersuchung über den Enddarm kann die Prostata auch im transvesikalen Ultraschall dargestellt werden. Dabei wird der Ultraschallkopf auf den Unterbauch aufgesetzt. Der transrektale Ultraschall ermöglicht jedoch genauere Aussagen und wird daher bevorzugt.

Die Ultraschalluntersuchung der Nieren gibt Hinweise darauf, ob eine Harnstauung, also eine Urinabflussbehinderung aus den Nieren, durch eine vergrößerte Prostata besteht. Des Weiteren ist die Restharnbestimmung mittels Ultraschall eine schmerzlose, einfache und schnelle Möglichkeit, die Blasenentleerung zu überprüfen.

Die Harnstrahlmessung ist eine einfache und schmerzlose Untersuchung. Mit ihr kann ermittelt werden, wie stark der maximale Harnstrahl ist und wie viel Urin die Blase speichern kann.

Mit diesem standardisierten Fragebogen können Beschwerden des Patienten hinsichtlich Abschwächung des Harnstrahls, häufiges und nächtliches Wasserlassen, Restharngefühl und vermehrte Drangsymptomatik erfasst werden. Dieser vom Patienten auszufüllende Fragebogen ist vor, während und nach der Therapie ein sinnvolles Hilfsmittel, um den Therapieverlauf zu überwachen.

Eine Blasenspiegelung kann erforderlich sein, um einen Blasentumor auszuschließen und Informationen über Harnröhre und Prostata zu gewinnen.

Es handelt sich hierbei um eine radiologische Harnabflussuntersuchung der Nieren mit Kontrastmittel. Informationen über den Harntrakt und seine Funktion sind möglich.

Medikamentöse Behandlung

Bei leichten bis mittelschweren Beschwerden ist die medikamentöse Therapie der erste Schritt. Verschiedene Wirkstoffgruppen können den Harnfluss verbessern oder das Wachstum der Prostata hemmen. Wenn die medikamentöse Therapie nicht ausreicht, stehen operative Verfahren zur Verfügung.


TUR-P – Transurethrale Resektion der Prostata

Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) ist ein bewährtes Standardverfahren, bei dem überschüssiges Prostatagewebe über die Harnröhre abgetragen wird. Kein Bauchschnitt notwendig.


HoLEP – Holmium-Laser-Enukleation

Die HoLEP ist das modernste Verfahren zur operativen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Mit einer flexiblen Laserfaser wird das überschüssige Prostatagewebe direkt aus der Prostatakapsel gelöst und anschließend zerkleinert und abgesaugt. Der Eingriff ist minimal-invasiv, hinterlässt keine große Wunde und ermöglicht eine schnelle Erholung. Unerwünschte Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz treten seltener auf als bei herkömmlichen Methoden.

Vorteile der HoLEP:

  • Präzise, gewebeschonende Behandlung
  • Geringe Blutungsgefahr
  • Schnellere Genesung
  • Geringes Komplikationsrisiko
  • Kein großer Schnitt
     

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