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Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns Tag + Nacht über unsere Notaufnahme. Im Notfall wählen Sie 112. Für nicht dringliche Beschwerden empfehlen wir, zunächst Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) zu kontaktieren. So bleibt die Notaufnahme für schwer erkrankte Patienten verfügbar. Informationen zum Leistungsangebot des Marien Hospital Düsseldorf finden Sie hier.

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Palliativmedizin

Marien Hospital Düsseldorf

Palliativmedizin am Marien Hospital Düsseldorf
Ganzheitliche Begleitung und Behandlung


'Pallium' kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Mantel'. Palliativ bedeutet 'lindernd' oder 'schützend'. Die Klinik für Palliativmedizin am Marien Hospital in Düsseldorf befasst sich mit der ganzheitlich orientierten Behandlung und Begleitung von Patientinnen und Patienten mit einer weit fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung sowie begrenzter Lebenserwartung. Auch die Angehörigen werden während dieser Zeit fürsorglich begleitet.

Was ist Palliativmedizin?

Palliativmedizin wird oft mit dem Sterbeprozess assoziiert – jedoch ist sie nicht ausschließlich auf Patienten in der letzten Lebensphase beschränkt. Vielmehr bietet sie einen ganzheitlichen Ansatz in verschiedenen Phasen schwerer Krankheiten, unabhängig davon, ob der Patient eine Behandlung der Grunderkrankung fortsetzt oder nicht. Ziel ist es, belastende Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Atembeschwerden oder Schwäche effektiv zu behandeln, um auch Raum für andere wichtige Dinge zu schaffen. Eine solche ganzheitliche Betreuung stellt sicher, dass Patienten in allen Aspekten ihrer Erkrankung unterstützt werden – weit über die rein medizinische Dimension hinaus.

Was bewirkt Palliativmedizin?

Palliativmedizin hilft durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzen und gezieltes Behandeln von Beschwerden. Ziel ist die Linderung von Leiden sowie die Stabilisierung der Situation. Die Betreuung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team aus: Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapie, Psychologie, Seelsorge, Sozialdienst, Ehrenamtlichen.

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“

Cicely Saunders – Begründerin der modernen Palliativmedizin

Ziele unserer palliativmedizinischen Behandlung


Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen so lange wie möglich zu ermöglichen und begleiten.

  • Wirksame Linderung von Schmerzen und anderen körperlichen und seelischen Beschwerden – wie Atemnot, Übelkeit oder Angst – um ein erfülltes und beschwerdefreies Leben zu ermöglichen
  • Koordination der Behandlung nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten
  • Flexible, einfühlsame Pflege mit dem Ziel, Würde und Lebensqualität zu erhalten
  • Fürsorgende Begleitung der Angehörigen während der gesamten Erkrankung
  • Unterstützung bei der Rückkehr ins häusliche Umfeld, wenn dies möglich und gewünscht ist
  • Enge Zusammenarbeit mit externen Netzwerkpartnern wie Hospizdiensten und ambulanten Pflegediensten
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Unsere Palliativstation


Ein zeitgemäßes Verständnis von Palliativmedizin geht über die reine Sterbebegleitung hinaus. Ziel ist es, schwer erkrankten Menschen eine bestmögliche Lebensqualität zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen die Linderung belastender Symptome wie Schmerzen, Übelkeit oder Atemnot. Gleichzeitig berücksichtigen wir auch seelische, soziale und spirituelle Bedürfnisse. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Begleitung von Angehörigen. Ziel ist es, den Zustand der Patientinnen und Patienten so zu stabilisieren, dass - wenn möglich - eine Rückkehr in die vertraute Umgebung gelingt. 

Unsere Station ist ein eigenständiger Bereich im Marien Hospital Düsseldorf. Sie bietet eine ruhige, geschützt Atmosphäre für Patienten und Angehörige.

  • 12 Betten in Einzelzimmern
  • Wohnküche
  • Raum der Stille
  • Aufenthaltsmöglichkeiten für Angehörige


Unser Palliativteam ist multiprofessionell und besteht aus Palliativärzten, speziell ausgebildeten Pflegekräften bis hin zu Seelsorgern, Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Musik- und Kunsttherapeuten, Sozialberatern und ehrenamtlichen Helfern. Gemeinsam bieten wir unseren Patienten und ihren Familien Unterstützung, um diese herausfordernde Lebensphase sanft und sicher bewältigen zu können.

Die ärztliche Betreuung erfolgt interdisziplinär entsprechend dem individuellen Krankheitsbild des Patienten und dem Bedarf an medizinischer Unterstützung für eine angemessene Symptomkontrolle. Dies beinhaltet eine enge Zusammenarbeit von internistischen, medizinischen Onkologen, Anästhesisten mit Zusatzqualifikation in der speziellen Schmerztherapie, Neurologen, Internisten mit Schwerpunkt in der Behandlung von Magen-/Darm- bzw. Lungenerkrankungen, Chirurgen, Röntgenfachärzten und Strahlentherapeuten.


Palliativmedizinischer Konsildienst


Der palliativmedizinische Konsildienst ermöglicht die Mitbetreuung von Patientinnen und Patienten auf anderen Stationen. Gerade bei onkologischen Erkrankungen kann die Palliativmedizin frühzeitig ergänzend zur Therapie eingebunden werden, um Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Das Angebot richtet sich an alle Fachbereiche des Hauses. Die Anforderung erfolgt über ein Konsil durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte.


Unser Therapieangebot
Erhaltung und Verbesserung von Lebensqualität

Die Palliativpflege zeichnet sich durch eine ganzheitliche Betreuung aus. Das Ziel der Palliativpflege ist es, die Lebensqualität und das Wohlbefinden des Patienten zu verbessern, indem die Symptome festgestellt und kontrolliert werden, um so emotionale, spirituelle und soziale Bedürfnisse zu erfüllen.

Die Palliativpflege umfasst eine breite Palette von Maßnahmen, die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sind. Dazu gehören die Schmerztherapie, die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, die Linderung von Atembeschwerden, die Pflege von Wunden und die psychologische Unterstützung von Patienten und ihren Familien.

Die Schmerztherapie in der Palliativmedizin beschäftigt sich mit der Linderung von Schmerzen bei Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung, die sich in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Die Schmerztherapie in der Palliativmedizin ist sehr individuell und basiert auf einer umfassenden Schmerzanamnese und -diagnostik. Die Therapie umfasst in der Regel eine Kombination aus medikamentöser und nicht-medikamentöser Behandlung. Die Medikamente werden in der Regel in Form von Schmerzmitteln verabreicht, wobei die Dosis individuell angepasst wird, um eine optimale Schmerzlinderung bei möglichst geringen Nebenwirkungen zu erreichen.

Neben der medikamentösen Therapie können auch nicht-medikamentöse Methoden wie beispielsweise physiotherapeutische Maßnahmen, Entspannungstechniken oder psychologische Unterstützung zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Auch die Einbindung von Angehörigen und die Verbesserung der Kommunikation zwischen Patienten, Angehörigen und medizinischem Personal spielen eine wichtige Rolle in der Schmerztherapie in der Palliativmedizin.

Übelkeit, Atemnot, Angst, Unruhe sind häufige Symptome bei Patienten in der Palliativmedizin und können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Es gibt Möglichkeiten, die zur Linderung dieser Symptome beitragen:

Übelkeit kann durch die Verwendung von Antiemetika (Medikamente gegen Übelkeit) gelindert werden. Es ist wichtig, die Ursache der Übelkeit zu identifizieren, da diese Informationen dazu beitragen können, das richtige Medikament auszuwählen. Es kann auch hilfreich sein, kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und sich ausreichend zu bewegen.

Atemnot kann durch die Verwendung von bronchodilatierenden Medikamenten, Steroiden und Sauerstofftherapie gelindert werden. Darüber hinaus können bequeme Positionen und Atemübungen hilfreich sein.

Neben der medikamentösen Therapie zur Linderung von Angst unterstützen wir unsere Patienten bei der Bewältigung Ihrer Ängste. Entspannungstechniken, aber auch die Einbindung von Angehörigen oder Freunden können auch hilfreich sein.

Die Wundversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der palliativen Versorgung und kann dazu beitragen, Schmerzen und Unannehmlichkeiten zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. In der Palliativmedizin kann die Wundversorgung jedoch komplex sein, da viele Patienten an fortgeschrittenen Erkrankungen leiden, die mit Hautgeschwüren, Dekubitus oder anderen Wunden einhergehen können. Eine spezielle Wundversorgung kann erforderlich sein, um die Schmerzen und das Unbehagen von Patienten zu lindern und eine Infektion oder Komplikationen zu vermeiden. 

Zu unseren Kolleginnen und Kollegen der Psychoonkologie

In Zusammenarbeit mit unserer Seelsorge bieten wir eine seelsorgerische Betreuung durch evangelische und katholische Geistliche an. Hier kommen Sie direkt zur Seelsorge am Marien Hospital.

Wir unterstützen Sie bei der Organisation der häuslichen Versorgung oder anderen Versorgungsformen wie Pflegeeinrichtungen oder Hospizen sowie der Einbindung von spezieller Palliativversorgung (SAPV).

Hier kommen Sie zu unseren Kolleginnen und Kollegen der Sozialen Dienste.

Spezielle Angebote

Kunsttherapie

Kunsttherapie in der Palliativmedizin kann dazu beitragen, körperliche, emotionale und spirituelle Bedürfnisse zu erfüllen und Lebensqualität zu verbessern. Durch das Ausdrücken von Gefühlen und Gedanken in der Kunst können Patienten auch ihre Selbstreflexion fördern und neue Erkenntnisse über sich selbst gewinnen.

Aromatherapie

Aromatherapie kann in der Palliativmedizin eine natürliche ergänzende Therapie sein. Es ist eine sanfte und natürliche Methode, die ätherische Öle verwendet, um die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Patienten zu verbessern. Sie kann dazu beitragen, Stress, Angst und Schmerzen zu reduzieren. Die Verwendung von ätherischen Ölen kann auch dazu beitragen, Schlafstörungen und Übelkeit zu lindern. Einige ätherischen Öle haben auch antibakterielle und antivirale Eigenschaften, die dazu beitragen können, Infektionen bei geschwächten Patienten zu verhindern.

Klangschalentherapie

Die Klangschalentherapie ist eine alternative Therapie, die auf der Verwendung von Schalen aus Metall oder anderen Materialien basiert, die einen bestimmten Ton erzeugen, wenn sie angeschlagen werden. In der Palliativmedizin kann diese Therapie eine sanfte und beruhigende Form der Therapie sein, die dazu beitragen kann, Stress und Angst zu reduzieren. 

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