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Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns Tag + Nacht über unsere Notaufnahme. Im Notfall wählen Sie 112. Für nicht dringliche Beschwerden empfehlen wir, zunächst Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) zu kontaktieren. So bleibt die Notaufnahme für schwer erkrankte Patienten verfügbar. Informationen zum Leistungsangebot des Marien Hospital Düsseldorf finden Sie hier.

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Historie der VKKD Zentralapotheke

Vor dem 2. Weltkrieg befand sich die Apotheke des Kaiserswerther Marienkrankenhauses im Antonius-Haus und wurde von Sr. Armgard (Franziskaner-Orden von Aachen) geleitet. Nach dem Krieg ist die Apotheke dann, unter der Leitung von Frau Apothekerin Brinktrine, in das St. Anna-Haus umgezogen.

Ab 1982 wurde die Apotheke von Frau Apothekerin Ursula Haase geleitet. Zum 01.01.1983 erhielt die Apotheke dann die offizielle Betriebserlaubnis entsprechend dem Apothekengesetz (Novelle von 1980). Seit November 1989 befindet sich die Apotheke in den heutigen Räumlichkeiten gegenüber des Marienkrankenhauses Kaiserswerth. Alle bis dahin vorhandenen Arzneimittelausgabestellen wurden hierher verlagert. Von hier aus wurden zentral alle Stationen mit Medikamenten und später auch mit Medizinprodukten versorgt.

Mit Eröffnung der St. Mauritius Therapieklinik im Jahr 2000 wurden erste Versuche einer patientenorientierten Versorgung gestartet. Die Tabletten wurden von Hand unter pharmazeutischer Aufsicht in Tüten verpackt und patientenbezogen geliefert.

Im Jahr 2003 übernahm Herr Dr. Gery Schmitz die Leitung der Zentralapotheke. Durch die nun erfolgte Automatisierung der Medikamentenstellprozesse werden die Patienten vor möglichen unerwünschten Arzneimittelereignissen und Medikationsfehlern besser geschützt. Dies ist ein wichtiges Instrument in der Arzneimitteltherapiesicherheit! Es gilt, die Fehlerquellen möglichst gering zu halten. Eine elektronische Verordnung wird an den zuständigen Klinikapotheker per Datenübertragung weitergeleitet, dann „verblistert“ ein Unit-Dose-Automat die Tabletten und die Medikamente werden an die Station geliefert.

Nach der Gründung des VKKD erfolgt seit April 2004 auch die Versorgung des St. Vinzenz-Krankenhauses von Kaiserswerth aus.

Der Platz für die Apotheke wurde langsam knapp, deshalb wurde 2012 das Zentrallager für Medizinprodukte und Einmalartikel nach Ratingen ausgelagert. Seit Juli 2012 ist das Marien Hospital Düsseldorf dem Verbund Katholischer Kliniken angeschlossen und wird seitdem durch unsere Krankenhausapotheke versorgt. Dazu wurde eine Zytostatika-Abteilung zur individuellen Herstellung der Krebsmedikamente neu aufgebaut Jährlich stellen wir bis zu 26.000.

m Jahr 2016 startete ein großes Projekt: es wurde in allen Häusern des Verbundes eine neue Medikations-Software eingeführt. Dabei werden die Medikamente, die der Patient von zuhause nimmt und die er im Krankenhaus zusätzlich bekommt, von den Ärzten und Apothekern eingegeben und geprüft. Anschließend werden sie maschinell in hygienischen Tütchen für jeden Patienten einzeln abgepackt und ausgeteilt. Ein großer Schritt für mehr Patientensicherheit!

Nach einer intensiven Planungs- und Umbauphase bezieht die Zentralapotheke des Verbunds Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) im Mai 2024 ihren neuen Standort im Marien Hospital Düsseldorf.  Mit diesem Umzug von Kaiserswerth nach Pempelfort sorgt der VKKD für Prozessoptimierung und investiert in die Versorgungssicherheit im gesamten Klinikverbund. Der neue Standort im Marien Hospital Düsseldorf umfasst eine Fläche von 1.800 Quadratmetern. Die Ausstattung umfasst einen Reinraumbereich, der nach dem neuesten technischen Stand ausgestattet wurde, beinhaltet das Blisterzentrum des VKKD sowie eine vollautomatische Kommissionierung. In Zeiten von Lieferengpässen kann eine Eigenherstellung von Medikamenten aufrecht gehalten werden.

ZENTRALAPOTHEKE LEISTET AUSGEZEICHNETE QUALITÄT

Als erste Krankenhausapotheke im Kammerbereich Nordrhein unterzogen sich unsere Zentralapotheke und der Zentraleinkauf des VKKD im Jahr 2007 zum ersten Mal der strengen Qualitätsprüfung durch eine Zertifizierung des Qualitätsmanagements.

Die Krankenhausapotheke im Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf wurde 2022 zum sechsten Mal erfolgreich nach DIN EN ISO 9001: 2015 und der Norm der Apothekerkammer Westfalen-Lippe rezertifiziert und ausgezeichnet. Das neue Zertifikat gilt für drei Jahre und umfasst alle Kernbereiche pharmazeutischer Dienstleistungen, Arzneimittelherstellung und -prüfung sowie Einkauf und Logistik.

Mehr als 200 pharmazeutische Prozesse sind im Qualitätsmanagement-Handbuch der Apotheke niedergeschrieben: von der Arzneimittelanamnese bis zur Herstellung von Arzneimitteln. Der Vorteil einer Zertifizierung durch die Apothekerkammer liegt darin, dass pharmazeutische Belange hier besser berücksichtig werden. Der Auditor ist immer ein kritischer Kollege, der mit den Vorgängen in einer Krankenhausapotheke vertraut ist.

Das Bemühen um Qualität und deren Sicherstellung zählt zu den Grundelementen pharmazeutischer Tätigkeit. Lange bevor vergleichbare Regelungen in anderen Bereichen der Wirtschaft eingeführt wurden, sind in Apotheken Vorschriften zur Sicherung der Qualität erarbeitet und rechtsverbindlich festgelegt worden, wie zum Beispiel unser Arzneibuch.