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Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns Tag + Nacht über unsere Notaufnahme. Im Notfall wählen Sie 112. Für nicht dringliche Beschwerden empfehlen wir, zunächst Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) zu kontaktieren. So bleibt die Notaufnahme für schwer erkrankte Patienten verfügbar. Informationen zum Leistungsangebot des Marien Hospital Düsseldorf finden Sie hier.

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Gesunde weibliche Brust

Brustkrebszentrum

Marien Hospital Düsseldorf

Brustkrebs - was tun?
Verstehen + Handeln


Wenn bei Ihnen oder einem Angehörigen der Verdacht auf Brustkrebs besteht, kann das zu großer Verunsicherung führen. Unser Ziel ist es, Ihnen in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen – mit umfassender Information und persönlicher Beratung.

Auch wenn Sie bei Verdacht oder Diagnosestellung verständlicherweise unter großem emotionalem Druck stehen: Brustkrebs ist kein Notfall. Nehmen Sie sich Zeit. Lassen Sie sich in Ruhe die Befunde und das Behandlungskonzept erklären – und holen Sie sich bei Wunsch eine Zweitmeinung ein, bevor Sie Entscheidungen treffen.

Fakten + Heilungschancen:

  • Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. 
  • Jährlich erkranken in Deutschland rund 69.000 Frauen und 700 Männer neu, hinzu kommen rund 6.000 Vorstufen (DCIS). 
  • Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko – das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 64 Jahren.
  • Knapp 30 % der Betroffenen sind bei der Diagnosestellung jünger als 55 Jahre.
  • Die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt für alle Tumorstadien bei 87 % – und verbessert sich durch Therapiefortschritte kontinuierlich. 

Quelle: www.krebsdaten.de

Heilungschancen

Ihre Heilungschancen werden maßgeblich beeinflusst durch das Tumorstadium, die Tumorbiologie sowie die Qualität der Behandlung. Im BrustkrebsZentrum am Marien Hospital erarbeitet ein Expertenteam in der wöchentlichen Tumorkonferenz ein individuell auf Sie zugeschnittenes Therapiekonzept.

Erste Anzeichen und Symptome:

Keines dieser Symptome bedeutet automatisch eine Krebserkrankung. Viele Veränderungen sind gutartig. Lassen Sie jede Auffälligkeit dennoch zeitnah ärztlich abklären.

  • Knoten in der Brust oder Achselhöhle
  • Veränderungen der Brustform oder -größe
  • Hautveränderungen an der Brust (Rötung, Einziehung, Orangenhaut)
  • Veränderungen der Brustwarze oder Sekretion
  • Schmerzen in der Brust oder Achselhöhle

Erste Schritte bei Verdacht

  • Arztbesuch: Konsultieren Sie Ihren Hausarzt oder Frauenarzt
  • Diagnostische Maßnahmen: Ultraschall, Mammografie, ggf. Biopsie
  • Zweitmeinung: Ein zertifiziertes Brustkrebszentrum bietet umfassende Diagnose und Therapieempfehlung

Diagnosesicherung und Staginguntersuchunge

Die Mammografie ist das Standardverfahren in der Früherkennung. Dem Mammografie-Screening kommt eine besondere Bedeutung zu, da die Diagnose dadurch mehrheitlich in einem frühen Stadium mit sehr guten Heilungschancen gestellt wird.

Bei Verdacht auf Brustkrebs wird eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung einschließlich Farbdopplersonografie und Elastografie durchgeführt. Der Ultraschall ergänzt die Mammografie und eignet sich besonders für dichtes Brustgewebe sowie zur gezielten Beurteilung tastbarer Befunde.

Die MRT gilt als das genaueste Verfahren zur Darstellung von Veränderungen im Brustgewebe. Sie arbeitet ohne Röntgenstrahlung und wird bei bestimmten Fragestellungen mit einem Kontrastmittel ergänzt. Wichtig: Bei implantierten metallischen Geräten (Herzschrittmacher, Insulinpumpe, Defibrillator) ist eine MRT-Untersuchung nicht möglich.

Die Diagnosesicherung erfolgt durch eine minimalinvasive Stanz- oder Vakuumbiopsie unter bildgebender Kontrolle – in örtlicher Betäubung. Die entnommene Gewebeprobe wird feingeweblich untersucht.

Bei Bösartigkeit unterscheiden wir zwischen nichtinvasiven Brustkrebsvorstufen (DCIS – Carcinoma in situ) und invasivem Brustkrebs. Beim DCIS sind die veränderten Zellen auf die Milchgänge beschränkt und noch nicht in umliegendes Gewebe vorgedrungen. Diese Vorstufen sind durch eine Operation – bei Brusterhaltung meist ergänzt durch eine Strahlentherapie – heilbar.

Therapieplanung

Die Therapieplanung erfolgt individuell und berücksichtigt sowohl die Tumorausbreitung als auch die Tumorbiologie. Die Behandlungsoptionen können eine Kombination aus Operation, Strahlentherapie und systemischen Therapieansätzen wie Anti-Hormontherapie, Chemotherapie und zielgerichteten Therapien umfassen.

Ihre Heilungs-Chance und der weitere Krankheitsverlauf werden maßgeblich vom Tumorstadium, den Tumoreigenschaften (= Tumorbiologie) sowie der Qualität der Behandlung und Erfahrung aller involvierten Behandlungsexperten beeinflusst. Nach umfassender Diagnostik und Staginguntersuchungen wird in unserer wöchentlichen Tumorkonferenz ein individuelles Therapiekonzept festgelegt.

Behandlungsoptionen:

  • Chirurgische Eingriffe 
  • Chemotherapie 
  • Strahlentherapie 
  • Hormontherapie 

Details zu den Behandlungsoptionen


Psychologische Unterstützung

Eine Brustkrebsdiagnose ist eine emotional belastende Zeit. Neben der medizinischen Betreuung spielt auch die psychische Unterstützung eine bedeutende Rolle. Unser BrustkrebsZentrum bietet Ihnen eine Vielzahl von psychoonkologischen Dienstleistungen und Unterstützungsmöglichkeiten, um Sie und Ihre Angehörigen während des gesamten Behandlungsprozesses zu begleiten und zu stärken.

 

Psychologische Unterstützung:


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Die wichtigste Frage, die sich an die Diagnose Mammakarzinom anschließt, lautet: Um was für ein Mammakarzinom handelt es sich, wie sind die Heilungschancen und wie soll die Behandlung aussehen? Es gibt mehr oder weniger aggressive Brustkrebsformen. Die aggressiveren müssen intensiver behandelt werden, um gute Heilungschancen zu erreichen. Die Einschätzung der Prognose und Planung einer maßgeschneiderten Behandlung erfolgt anhand der Beschreibung sogenannter klassischer Prognosefaktoren:

  • Tumorausbreitung nach Tumorgröße, Lymphknotenstatus und Bildung möglicher Tochtergeschwülste in anderen Organen (Fernmetastasierung) mit Stadieneinteilung
  • Feingeweblicher Typ des Tumors
  • Tumorbiologie mit Differenzierungsgrad (G1-3), Zellteilungsrate (Ki-67) Hormonrezeptorstatus (ER, PR) und Wachstumsrezeptorstatus (HER2)
  • Tumorzellnachweis in Blut- und Lymphgefäßen (V1, L1)

In Ergänzung zu den klassischen Prognosefaktoren ist im Einzelfall eine molekulargenetische Untersuchung durch Genexpressionsprofile zur individuellen Risikobewertung hormonsensibler Tumore sinnvoll, bei denen die klassischen Prognosefaktoren keine Therapieentscheidung zur Frage einer eventuellen Chemotherapie zulassen. Die Mehrzahl der Patienten benötigt keine Chemotherapie.

Nachsorge/ Zum Nachlesen

Ihre Ängste hinsichtlich eines Wiederauftretens Brustkrebs sind subjektiv verständlich. Objektiv sinkt die Rückfallquote trotz steigender Ersterkrankungen. D. h. die Qualität Ihrer Primärtherapie (Zusammenspiel OP, Chemo-, Strahlentherapie) ist ein entscheidender Faktor für die Heilung.

Was können Sie darüber hinaus persönlich tun?  Zum einen die ärztlichen Kontrolltermine wahrnehmen und regelmäßig selbst Ihre Brust abtasten und nach Auffälligkeiten beobachten (z.B. Hauteinziehung, Mammilleneinziehung, blutige Sekretion, Hautrötung). Zum anderen einen gesunden Lebensstil anstreben. Gewichtsnormalisierung und körperliche Aktivitäten beeinflussen die tumorrelevante Stoffwechselwege positiv (Verringerung Rezidivrisiko und Verbesserung Heilungschance) und reduzieren zudem auch die Nebenwirkungen der Therapie (z.B. Müdigkeit, Hitzewallungen, Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen) ab. Als körperliche Ertüchtigung empfiehlt sich ein Mix aus Ausdauer, Kräftigungsgymnastik und Koordination  wie Walken, Joggen, Fitnessstudio, Kiesertraining, Aquagymnastik etc.. Denken Sie an einen moderaten Einstieg und vermeiden Sie Überanstrengung. Ein Verzicht auf Alkohol- und Zigarettenkonsum ist ratsam, da beide Genussmittel als Risikofaktoren gelten

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