Die Klinik für Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie am Marien Hospital Düsseldorf ist als Lokales Traumazentrum zertifiziert und Teil des TraumaNetzwerks Düsseldorf. Das Zentrum versorgt Patienten mit schweren und schwersten Verletzungen – rund um die Uhr, mit einem interdisziplinären Team auf Abruf.
Die Versorgung Schwerverletzter ist oft ein Wettlauf mit der Zeit. Durch die Einführung regionalisierter Traumanetzwerke konnte die Zahl vermeidbarer Todesfälle nachweislich um bis zu 50 % reduziert werden.
Was ist ein Traumazentrum?
Ein lokales Traumazentrum ist eine spezialisierte medizinische Einrichtung für die Versorgung von Patienten mit schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Zuständen. Traumazentren werden in drei Stufen differenziert: lokal, regional und überregional. Sie verfügen über speziell ausgestattete Schockräume, qualifiziertes Personal und die notwendigen apparativen Ressourcen. In einer Region bilden sie gemeinsam ein TraumaNetzwerk DGU® – ein abgestimmtes System, das eine schnelle und leitliniengerechte Versorgung Schwerverletzter sicherstellt.
Unsere Hauptaufgaben
Schwerverletzte Patienten – etwa nach Verkehrsunfällen, Stürzen oder Gewalttaten – werden direkt über die Rettungsdienstzufahrt in den Schockraum gebracht. Dort steht jederzeit ein abrufbereites Team aus Unfallchirurgie, Anästhesie, Radiologie, Viszeralchirurgie und Notfallpflege bereit. Alle Schwerverletzten werden nach den Algorithmen evidenzbasierter Leitlinien behandelt.
Innere Verletzungen werden umgehend durch Ultraschall, CT und weitere bildgebende Verfahren identifiziert. Die direkte Verfügbarkeit modernster Diagnosetechnik im Haus ermöglicht eine präzise und schnelle Befunderhebung ohne Zeitverlust.
Notoperationen können 24 Stunden täglich durchgeführt werden. Operationsteam, Anästhesie und Intensivmedizin sind jederzeit verfügbar.
Nach der Akutversorgung erfolgt die Weiterbehandlung in enger Abstimmung mit der Intensivmedizin und – sobald möglich – mit zugeordneten Rehabilitationszentren. Das Traumazentrum koordiniert den gesamten Behandlungsablauf.
Unser Team
Die Stärke eines Traumazentrums liegt in seinem Team. Bei der Versorgung eines Schwerverletzten sind mindestens fünf spezialisierte Fachkräfte im Einsatz – gleichzeitig, aufeinander abgestimmt:
- Unfallchirurgie Spezialisierte Ärzte für Notoperationen und komplexe Verletzungen
- Anästhesie Überwachung, Narkose und Schmerzkontrolle
- Intensivmedizin Betreuung kritisch verletzter Patienten auf der Intensivstation
- Radiologie Schnelle Auswertung von CT- und MRT-Bildern
- Notfallpflege Speziell geschulte Pflegefachkräfte für Traumafälle und Traumakoordination – sie organisieren und überwachen den gesamten Behandlungsablauf
Alle Ärzte und Pflegefachkräfte werden regelmäßig intern und extern weitergebildet – um den Anforderungen unterschiedlichster Verletzungsmuster gerecht zu werden und stets auf dem aktuellen Stand der Medizin zu agieren.


