Das hämatologische Speziallabor am Marien Hospital Düsseldorf
Das Marien Hospital Düsseldorf verfügt über ein hämatologisches Speziallabor zur Diagnostik hämatologischer und onkologischer Erkrankungen. Das Labor arbeitet für alle Einrichtungen der Düsseldorfer Kliniken der Franziskus Stiftung und darüber hinaus für Einsender mit hämatologisch/onkologischen Fragestellungen. Unser spezialisiertes Team bestehend aus technischen Mitarbeiter:innen, Naturwissenschaftler:innen und Ärzt:innen.
Probenannahme
Bitte immer erst nach telefonischer Rücksprache zu uns einsenden
Mo - Do: 08.00 – 16.00 Uhr
Freitag: 08.00 – 13.00 Uhr
- Telefon (02 11) 44 00-68 79
- Telefon (02 11) 44 00-68 77
- Telefon (02 11) 44 00-68 74
- Telefon (02 11) 44 00-68 72
ANMELDUNG / KONTAKT
Victoria Quiring
Biomedizinische Fachanalytikerin für Hämatologie
Telefon (02 11) 44 00-68 74
Alexander Pesch
Medizinischer Technologe für Laboratoriumsanalytik
Telefon (0211) 44 00-6872
ÄRZTLICHE AUSKUNFT
Frau Bender
Telefon: (02 11) 44 00-25 01
Telefax: (02 11) 44 00-22 10
Methoden
Genaue und schnelle Diagnosen
Wir bieten die Möglichkeit zur vollumfänglichen Diagnostik hämatologischer Erkrankungen. Durch die verschiedenen Bereiche unseres Labors ist es möglich vom Blutbild bis zu genetischen Mutationen die gesamte notwendige Diagnostik bei Leukämien und Lymphomen durchzuführen. Um genaue Befunde zu erzielen, kombinieren wir drei diagnostische Methoden für die wir modernste Geräte und Technologien nutzen.
Die Zytomorphologie gehört zusammen mit der Zytochemie zur Standard-Diagnostik, wenn der Verdacht einer hämatologischen Neoplasie geäußert wird. Unser Speziallabor bietet die Untersuchungen panoptisch gefärbter peripherer Blut- und Knochenmark-Ausstriche sowie Pleura- und Aszitispräparate an.
Die Liquordiagnostik gehört zur weiteren Diagnostik und wird in unserem Speziallabor routinemäßig durchgeführt.
An Hand von Zytozentrifugenpräparaten erfolgt die Differenzierung und Befundung des Liquors.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL
- 2,7 ml EDTA-Blut
- 2-3 EDTA-Blutausstriche (ungefärbt)
- 5-7 EDTA-Knochenmark-Ausstriche (ungefärbt)
- 2-10 ml Liquor
- 5 ml Pleura- oder Aszitespunktate
Die Immunphänotypisierung dient zur Sicherung der Diagnose, Prognoseabschätzung und Therapien von hämatologischen Neoplasien. Es ist eine sehr sensitive Methode und ist bei der Klassifizierung der Leukämien und Lymphomen von zentraler Bedeutung.
Bei dieser Methode werden Antigene an Zellen der verschiedensten Körperflüssigkeiten, membranständige oder zytoplasmatische, mit spezifischen Antikörpern markiert und mittels multiparametrischer Durchflusszytometrie bestimmt und quantifiziert. Dabei werden die Zellen mit ein oder mehreren Laserstrahlen abgetastet. Aus der Streuung des Lichtes erhält man Hinweise auf die Größe und Art der Zellen. Die zusätzliche Markierung der eingesetzten spezifischen Antikörper mit Fluoreszenz-Farbstoffen erlaubt eine Zuordnung der Zellen durch ein bestimmtes Antigenexpressionsmuster. So können im Blut und Knochenmark, aber auch in anderen Körperflüssigkeiten hämatologische Neoplasien diagnostiziert werden.
Analysen:
- Immunstatus
- Leukämie und Lymphomdiagnostik
- Paroxysmale nächtliche Hämoglobinopathie (PNH)
- Cytokeratin-Bestimmung in Tumorzellen
- Stammzelldiagnostik (CD34-Messung-Monitoring)
Untersuchungsmaterial
- 2, 7 ml EDTA-Blut
- mind. 2,7 ml EDTA-Knochenmark
- 5-10 ml Liquor
- 5 ml Punktate
Die Fluoreszenz in situ Hybridisierung wird im Rahmen der hämatologischen Diagnostik bei gezielter Fragestellung eingesetzt. Bei dieser Methode wird die Feinstruktur der Chromosomen unter dem Fluoreszenzmikroskop an Interphasen-Kernen sichtbar gemacht und untersucht. Ziel ist es, fluorenszenzmarkierte DNA-Sonden, die nach der jeweiligen Fragestellung des Patienten ausgesucht wurden, an die DNA des Patienten zu binden. Danach werden einzelne Chromosomenabschnitte und eventuell vorliegende Chromosomenveränderungen sichtbar.
Analysen:
Zusatzbogen Fluoreszenz in situ Hybridisierung
Die angebotenen Analysen orientieren sich an den Empfehlungen gemäß GenQA-Guidelines (Rack et al., Leukemia 2019) und der aktuellen Fachliteratur.
Akute myeloische Leukämie (AML)
Ο rekurrente genetische Aberrationen (WHO 2022)
Ο PML::RARA-Rearrangement / t(15;17)(q24;q21)
Ο KMT2A (MLL)-Rearrangement (11q23)
Ο RUNX1::RUNX1T1-Rearrangement / t(8;21)(q22;q22)
Ο BCR::ABL1-Rearrangement / t(9;22)(q34;q11)
Ο weitere prognostisch relavante Aberrationen (Döhner et al. Blood, 2022; Grimwade et al. Blood, 2016)
Ο 5q31-Deletion (CDC25C, EGR1)
Myelodysplastische Neoplasie (MDS)
Ο 5q31-Deletion (EGR1)
Ο Trisomie 8 (cen8)
Ο 17p13-Deletion (TP53)
Myelodysplastische/myeloproliferative Neoplasien (MDS/MPN)
Ο 7q31-Deletion bzw. Monosomie 7 (D7S486, cen7)
Ο 17p13-Deletion (TP53)
Ο Trisomie 8 (cen8)
Chronisch myelomonozytäre Leukämie (CMML)
Ο 7q31-Deletion bzw. Monosomie 7 (D7S486, cen7)
Ο Trisomie 8 (cen8)
Ο ETV6-Rearrangement bzw. ETV6-Deletion (12p13)
Ο 5q31-Deletion (EGR1)
Myeloproliferative Neoplasien (MPN)
Ο BCR::ABL1-Rearrangement / t(9;22)(q34;q11)
Ο 17p13-Deletion (TP53)
Ο Trisomie 8 (cen8)
Ο KMT2A (MLL)-Rearrangement (11q23)
Ο ETV6::RUNX1-Rearrangement / t(12;21)(p13;q22)
Akute lymphatische Leukämie
Ο BCR::ABL1-Rearrangement / t(9;22)(q34;q11)
Ο KMT2A (MLL)-Rearrangement (11q23)
Ο ETV6::RUNX1-Rearrangement / t(12;21)(p13;q22)
Ο IGH::BCL2-Rearrangement / t(14;18)(q32;q21)
Reife B-Zellneoplasie (B-NHL)
Ο IGH::CCND1-Rearrangement / t(11;14)(q13;q32)
Ο 17p13-Deletion (TP53)
Ο 13q14-Deletion (DLEU)
Ο Trisomie 12 (cen12)
Ο IGH::BCL2-Rearrangement / t(14;18)(q32;q21)
Multiples Myelom
Ο IGH::FGFR3-Rearrangement / t(4;14)(p16;q32)
Ο 11q22.3-Deletion (ATM)
Ο IGH::MAF-Rearrangement / t(4;14)(p16;q32)
Ο IGH::BCL2-Rearrangement / t(14;18)(q32;q21)
Ο 13q14-Deletion/ Monosomie 13 (DLEU)
Ο IGH::CCND1-Rearrangement / t(11;14)(q13;q32)
Ο 1p32-Deletion / 1q21-Zugewinn (CDKN2C, CKS1B)
Untersuchungsmaterial
- 2,7 ml EDTA-Blut
- mind. 2,7 ml EDTA-Knochenmark
- 2-3 EDTA-Blutausstriche
- 2-3 EDTA-Knochenmark-Ausstriche
Qualitätsmanagement
Im hämatologischen Labor werden für alle Untersuchungen interne Qualitätskontrollen durchgeführt. Neben den internen Qualitätskontrolle erfolgt die Teilnahme an externen Qualitätssicherungsprogrammen (Ringversuche verschiedenster Anbieter), sowie die Durchführung interner Audits zur Selbstkontrolle. Für die interne und externe Qualitätssicherung gelten die Vorgaben der aktuellen Richtlinie der Bundesärztekammer (RILIBÄK).






