Robotische Eingriffe in der Viszeralchirurgie
Das Marien Hospital Düsseldorf gehört zu den wenigen Krankenhäusern in Deutschland, die das Da Vinci-X®-System auch in der Viszeralchirurgie einsetzen. Seit 2018 führt die Klinik für Viszeral-, Minimalinvasive und Onkologische Chirurgie unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Konstantinos Zarras robotisch-assistierte Eingriffe im Bauchraum durch – rund 80 Prozent der kolorektalen Karzinome werden mit dieser Methode operiert.
Onkologische Eingriffe
Operationen am Enddarm gehören zu den anspruchsvollsten viszeralchirurgischen Eingriffen. Die enge Anatomie des kleinen Beckens erfordert präzise Dissektionsbewegungen – und genau hier zeigt das Da Vinci-X®-System seinen größten Vorteil. Die dreidimensionale Sicht und die frei beweglichen Instrumente ermöglichen eine exakte Darstellung und Schonung der für Blasen- und Sexualfunktion verantwortlichen Nervenstrukturen. Das Ergebnis: onkologisch sichere Resektion bei bestmöglichem Funktionserhalt.
Resektionen des Dickdarms werden am Marien Hospital robotisch-assistiert mit denselben onkologischen Qualitätsstandards durchgeführt wie offene Eingriffe – bei deutlich geringerer Belastung für den Patienten, kleineren Narben und schnellerer Erholung. Die hohe Fallzahl sichert die operative Qualität.
Bei rezidivierender oder komplizierter Divertikulitis ist die operative Entfernung des betroffenen Darmabschnitts häufig notwendig. Der robotisch-assistierte Eingriff ermöglicht eine präzise Resektion mit geringem Blutverlust und schneller Mobilisierung nach der Operation.
Hernien
Bei komplexen Hernien der Bauchwand – insbesondere großen Narbenbrüchen nach Voroperationen – bietet das Da Vinci-X®-System entscheidende Vorteile: präzise Präparation der Bauchschichten, sichere Netzpositionierung und minimal-invasiver Zugang ohne großen Bauchschnitt. Die Klinik für Viszeralchirurgie am Marien Hospital ist zertifiziertes Referenzzentrum für Hernienchirurgie.
Sodbrennen / Reflux
Die operative Behandlung des gastroösophagealen Reflux durch Fundoplikatio ist eine etablierte, gleichwertige Alternative zur dauerhaften Medikation. Von einer Operation profitieren insbesondere Patienten die:
- Keine dauerhafte Medikamenteneinnahme wünschen
- Trotz Dosissteigerung keine ausreichende Wirkung erzielen
- Komplikationen trotz adäquater Therapie entwickeln (Ulkus, Verengungen, Barrett-Ösophagus, pulmonale Symptome)
- Unter großen Zwerchfellbrüchen (Hiatushernien) leiden
- Darmkrebs Sprechstunde: Mittwoch und Freitag: ab 10.00 Uhr
- Magenkrebs Sprechstunde: Mittwoch und Freitag: ab 12.00 Uhr







