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Im Notfall

Im Notfall 112 wählen

Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns Tag + Nacht über unsere Notaufnahme. Im Notfall wählen Sie 112. Für nicht dringliche Beschwerden empfehlen wir, zunächst Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) zu kontaktieren. So bleibt die Notaufnahme für schwer erkrankte Patienten verfügbar. Informationen zum Leistungsangebot des Marien Hospital Düsseldorf finden Sie hier.

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Interdisziplinäre Notaufnahme

Marien Hospital Düsseldorf

Interdisziplinäre Notaufnahme
Marien Hospital Düsseldorf


Die Notaufnahme des Marien Hospitals Düsseldorf ist erste Anlaufstelle bei akuten Erkrankungen und Verletzungen – für Patienten, die sich selbst vorstellen, per Rettungswagen eingeliefert werden oder eine Einweisung durch Haus- oder Fachärzte haben. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen und speziell ausgebildeten Pflegefachkräften versorgt jährlich über 20.000 Patienten – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.

Wann gehören Sie in die Notaufnahme?

Ein medizinischer Notfall liegt vor, wenn eine akute Erkrankung oder Verletzung eine unmittelbare medizinische Versorgung erfordert. Typische Notfälle sind:

  • Herzbeschwerden: Brustschmerzen, Herzrasen, Herzstolpern
  • Verdacht auf Schlaganfall: plötzliche Lähmung, Sprachstörung, Sehverschlechterung
  • Schwere Atemnot
  • Starke, akut aufgetretene Schmerzen
  • Schwere Verletzungen und Unfälle
  • Starke Blutungen
  • Vergiftungen und schwere allergische Reaktionen
  • Bewusstlosigkeit oder Verwirrtheit

Nicht sicher, ob Ihre Beschwerden ein Notfall sind?

Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden wenden Sie sich während der Praxiszeiten an Ihren Haus- oder Facharzt. Außerhalb der Sprechzeiten ist der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 erreichbar. Bei Unsicherheit rufen Sie uns an: (02 11) 44 00-24 22 – wir helfen Ihnen einzuschätzen, wie Sie am besten vorgehen.

Ablauf in einer Notaufnahme?

Unmittelbar nach Ihrer Ankunft wird ein geschultes Mitglied unseres Teams Ihre Beschwerden einschätzen – durch kurze Befragung und bei Bedarf erste Messungen wie Blutdruck, Puls und Temperatur. Das dauert in der Regel nur wenige Minuten. Auf Basis dieser Einschätzung wird Ihre Behandlungsdringlichkeit festgelegt.

Je nach Dringlichkeit werden noch vor dem Arztgespräch erste diagnostische oder therapeutische Schritte eingeleitet – Blutabnahme, EKG oder eine Infusion. Das ist kein Zeichen, dass nichts passiert – im Gegenteil: Diese Maßnahmen laufen parallel, damit keine Zeit verloren geht.

Sobald es die Situation erlaubt, spricht der zuständige Arzt persönlich mit Ihnen, untersucht Sie und bespricht das weitere Vorgehen. Laborergebnisse - zum Beispiel Blutergebnisse - liegen in der Regel nach mindestens einer Stunde vor – diese Zeit wird genutzt, um alle notwendigen Informationen zusammenzuführen.

Nach Abschluss der Diagnostik wird entschieden, ob Sie stationär aufgenommen, zur weiteren Behandlung in eine Fachabteilung verlegt oder ambulant entlassen werden. Auch mit einer ärztlichen Einweisung bedeutet der Aufenthalt in der Notaufnahme nicht automatisch, dass Sie stationär bleiben müssen.

Behandlungsreihenfolge – das Manchester-Triage-System


Die Behandlungsreihenfolge in unserer Notaufnahme richtet sich nicht nach der Ankunftszeit, sondern nach der medizinischen Dringlichkeit. Grundlage ist das Manchester-Triage-System (MTS) – ein international etabliertes Verfahren, das Patienten anhand ihrer Beschwerden und Leitsymptome in fünf Dringlichkeitsstufen einteilt.

🔴 Rot – Sofort: Lebensgefahr, sofortige Behandlung
🟠 Orange – Sehr dringend: Behandlung innerhalb von 10 Minuten
🟡 Gelb – Dringend: Behandlung innerhalb von 30 Minuten
🟢 Grün – Normal: Behandlung innerhalb von 90 Minuten
🔵 Blau – Nicht dringend: Behandlung innerhalb von 120 Minuten

Das bedeutet: Patienten, die nach Ihnen eingetroffen sind, können früher behandelt werden – wenn ihre Beschwerden dringlicher sind. Auch Patienten, die mit dem Rettungswagen kommen, werden nicht automatisch bevorzugt. Entscheidend ist allein der medizinische Befund. Unser Team behält dabei jederzeit den Überblick – kein Patient wird vergessen.
 

Wie können Sie uns helfen?
In der Notaufnahme kann es oft sehr hektisch und stressig zugehen. Um eine schnelle und reibungslose Versorgung zu gewährleisten, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe:

Wenn Untersuchungen abgeschlossen sind, nehmen wir Sie automatisch wieder in den Betrieb der Notaufnahme auf.

Wenn Sie über Selbsteinweisung in die Notaufnahme kommen, bringen Sie bitte Ihre Krankenversicherungskarte, Ihren Personalausweis und eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente und Vorerkrankungen mit. Das erleichtert den Ärzten und Pflegekräften die Arbeit und kann helfen, Verzögerungen zu vermeiden.

Auch wenn die Situation stressig ist, versuchen Sie ruhig und konzentriert zu bleiben. Das erleichtert die Arbeit der medizinischen Fachkräfte und kann dazu beitragen, dass eine angemessene Diagnose gestellt und eine schnelle Behandlung eingeleitet werden kann.

Wenn Sie Fragen zur Diagnose oder zur Behandlung haben, zögern Sie nicht, die Ärzte oder Pflegekräfte zu fragen. Sie sollten immer verstehen, was mit Ihnen geschieht und welche Maßnahmen ergriffen werden.

Wenn sich Ihr Zustand während der Wartezeit verschlechtert. Machen Sie auf sich aufmerksam (z. B. zunehmender Schmerz, drohende Ohnmacht, Herzrasen…).

HÄUFIGE FRAGEN

Die gesetzliche Definition des medizinischen Notfalls ist, wenn „sich der Versicherte in Lebensgefahr befindet oder schwere gesundheitliche Schäden zu befürchten sind, wenn er nicht unverzüglich die erforderliche medizinische Versorgung erhält“.
Für den Großteil der Patienten, die die Notaufnahmen in Deutschland aufsuchen, trifft der Begriff „unverzüglich“ Gott sei Dank oft nicht zu. Die stetig steigende Anzahl von Patienten stellt die Träger der Krankenhäuser und das dort tätige Personal vor immer größere Probleme und bedeutet für die nicht offensichtlich Schwerstkranken immer längere Wartezeiten. Auch wenn uns jeder Patient herzlich in unserem Haus willkommen ist, möchten wir hier im Interesse aller an Sie appellieren, zu überdenken, ob nicht eine Vorstellung beim Hausarzt oder kassenärztlichen Notdienst (Telefon: 116 117) zunächst eine sinnvolle Alternative darstellt. Auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst, den Sie im Notfall über die Telefonnummer 112 alarmieren können, sollte insbesondere den Mitbürgern vorbehalten bleiben, bei denen es wirklich „auf 10 Minuten ankommt“. Vielleicht kann Ihnen Ihr Hausarzt nach erfolgter Erstuntersuchung auch durch ein einfaches Telefonat einen Termin in einer unserer Sprechstunden vermitteln und Ihnen so unnütze und belastende Wartezeit in unserer Notaufnahme ersparen. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie unverzüglich medizinische Hilfe benötigen, können Sie auch gerne zunächst telefonisch mit uns unter (02 11) 44 00-24 22 Kontakt aufnehmen. Bei Bedarf sind wir selbstverständlich 7 Tage die Woche rund um die Uhr für Sie da.

Neben Schwerverletzten oder Schlaganfallpatienten, die mit Notarzt und Rettungswagen zu uns gebracht werden, hat die Notaufnahme sich um eine Vielzahl von Patienten (über 20.000 im Jahr) zu kümmern, die oft auch zu Fuß das Krankenhaus aufsuchen. Dies schließt nicht aus, dass auch diese Patienten lebensbedrohlich erkrankt sein können. Hier liegt eine besondere Anforderung und Verantwortung bei unserem Team aus speziell geschulten Arzthelferinnen, Pflegekräften und Ärzten verschiedener Fachrichtungen. Deshalb werden alle Patienten bei uns einer standardisierten Ersteinschätzung unterzogen. Wenn nötig wird deshalb durchaus der Fußgänger vor demjenigen drangenommen, der mit dem Rettungsdienst kommt.

Schon bei Ihrer Anmeldung wird abgeschätzt, wie dringend objektiv Ihre Beschwerden behandelt werden müssen, damit insbesondere keine Gefahr für Leib und Leben bzw. kein bleibender Schaden entsteht. Durch kurze Befragung und ggf. Messung diverser Werte wie z. B. Blutdruck, Puls und Fieber kann das in der Mehrzahl der Fälle standardisiert beurteilt werden. Entscheidend sind unter anderem die Aktualität und Form der Symptome oder die Stärke des empfundenen Schmerzes. Hieraus ergibt sich eine Reihenfolge, die in der Regel nicht dem Zeitpunkt Ihres Eintreffens entspricht. Es kann leider sein, dass zu gewissen Zeiten eine Vielzahl von Patienten dringlicher behandelt werden muss als Sie selbst, auch wenn es Ihnen subjektiv „am schlechtesten geht“. Seien Sie sicher, dass wir dabei einen gerechten und professionellen Überblick behalten und Sie „nicht vergessen“.

Die versorgende Pflegekraft teilt das Ergebnis der Dringlichkeitseinschätzung dem zuständigen Arzt mit, ggf. werden Untersuchungen (Blutabnahme/EKG) oder Behandlungen (Infusionen) nach Rücksprache mit ihr/ihm schon begonnen, ohne dass Sie den Arzt schon persönlich kennen gelernt haben. Sobald wie möglich wird er mit Ihnen sprechen und Sie dann selbst untersuchen. Seien Sie sicher, dass dieses Vorgehen Ihrer Genesung dient und glauben Sie bitte nicht, dass in dieser Zeit nichts passiert. Die meisten Blutuntersuchungen zum Beispiel dauern mindestens eine Stunde und sind in der Regel nötig, um endgültig herauszubekommen, was Ihnen fehlt.

Ein längerer Aufenthalt in der Notaufnahme, auch wenn man schon in einem Behandlungszimmer ist und/oder versorgt wurde, fällt den meisten Patienten verständlicherweise schwer. Wie die meisten Krankenhäuser sind aber auch wir so organisiert, dass Patienten nur auf die Station verlegt werden, wenn die Gründe für die Vorstellung in der Notaufnahme endgültig geklärt sind. Hierzu stehen uns sämtliche Möglichkeiten auch der modernen Gerätemedizin (z.B. Computer- bzw. Magnetresonanztomografie) zur Verfügung. Das nimmt ab und zu einige Zeit in Anspruch. Glücklicherweise heißt die Vorstellung im Krankenhaus auch im Falle einer Einweisung nicht zwingend, dass man auch dort bleiben muss. Es kann durchaus sein, dass wir nach Ausschluss bedrohlicher Krankheitsbilder bzw. Versorgung von Verletzungen/Brüchen die weitere Versorgung dem niedergelassenen Kollegen oder Ihrem Hausarzt überlassen können. Selbstverständlich spielen neben Ihrer Erkrankungsschwere Ihre eigenen Wünsche bzw. Ihre Situation zu Hause hierbei eine entscheidende Rolle.