Behandlung bei Darmkrebs
Die Operation – zentraler Behandlungsschritt
Das zentrale Verfahren zur Behandlung von Darmkrebs ist die Operation. Ziel ist es, den Tumor mitsamt den benachbarten Lymphknoten – und wenn möglich etwaige Metastasen – vollständig zu entfernen. Auch Metastasen in Lunge, Leber oder Bauchraum können unter bestimmten Voraussetzungen operativ entfernt werden. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten.
Minimalinvasive Operationstechniken – durchgeführt an zertifizierten Zentren – sind konventionellen Operationen prognostisch gleichwertig. Ihr großer Vorteil: weniger Schmerzen, kürzerer stationärer Aufenthalt und bessere kosmetische Ergebnisse.
Robotisch-assistierte Chirurgie mit dem Da Vinci-X®
Ein besonderer Schwerpunkt des DarmkrebsZentrums liegt in der robotisch-assistierten Chirurgie. Das Marien Hospital Düsseldorf ist eines der wenigen Krankenhäuser in Deutschland, in dem das Da Vinci-X®-System auch im Bauchraum eingesetzt wird. Dr. med. Konstantinos Zarras operiert mit seinem Team mittlerweile 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen mit dem Da Vinci-X®-System.
Vorteile der robotisch-assistierten Chirurgie:
- Schonendere Bewegung durch abwinkelbare Instrumente und vier Roboterarme
- Höhere Präzision durch 10-fache Vergrößerung, Bewegungsfilter und Full-HD-3D
- Weniger Schmerzen nach der Operation
- Geringerer Blutverlust
- Schnellere Wundheilung und Erholung
- Kürzerer Krankenhausaufenthalt
Weitere Behandlungsverfahren
Bestrahlung und Chemotherapie vor der Operation verkleinern den Tumor und verringern das Rückfallrisiko – insbesondere beim Mastdarmkrebs häufig eingesetzt.
Zytostatika hemmen das Wachstum von Krebszellen und werden als Infusion verabreicht. Sie verteilen sich im gesamten Körper und erreichen auch Tumorzellen, die sich bereits ausgebreitet haben. Beim Kolonkarzinom und Rektumkarzinom – bei letzterem meist in Kombination mit Strahlentherapie – in bestimmten Tumorstadien eingesetzt. Die Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin führt zudem aktuelle wissenschaftliche Studien für Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen durch.
Bei der Strahlentherapie werden mit ionisierender Strahlung Krebszellen zerstört. Das DarmkrebsZentrum verfügt über drei moderne Linearbeschleuniger sowie Planungssysteme zur dreidimensionalen Bestrahlungsplanung – für komplexe und individuell maßgeschneiderte Behandlungen.
Nach der Operation können ergänzend Antikörpertherapien sowie – bei fortgeschrittener Erkrankung – palliative Behandlungsansätze und Supportivtherapien eingesetzt werden. Alle Behandlungsformen erfolgen individuell und maßgeschneidert.




