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Im Notfall

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Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns Tag + Nacht über unsere Notaufnahme. Im Notfall wählen Sie 112. Für nicht dringliche Beschwerden empfehlen wir, zunächst Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) zu kontaktieren. So bleibt die Notaufnahme für schwer erkrankte Patienten verfügbar. Informationen zum Leistungsangebot des Marien Hospital Düsseldorf finden Sie hier.

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Chronische Wunden
Ganzheitlich behandelt


Die Haut schützt den Körper vor äußeren Einflüssen. Nach Verletzungen heilt sie in der Regel von selbst. Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Durchblutungsstörungen, Mangelernährung oder Wasseransammlungen in den Beinen kann die natürliche Wundheilung jedoch gestört sein. Etwa 5 % der Bevölkerung in Deutschland leiden an chronischen Wunden. Jährlich treten rund 600.000 Neuerkrankungen auf.

Die Behandlungsmöglichkeiten chronischer Wunden haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Neben modernen Wundauflagen ist ein ganzheitlicher Therapieansatz entscheidend für einen nachhaltigen Heilerfolg.

In unserem Interdisziplinärem Wundzentrum behandeln wir chronische Wunden ganzheitlich und individuell. Unsere diagnostischen und therapeutischen Abläufe sind standardisiert. Wir koordinieren die Behandlung eng mit den Hausärzten und ambulanten Pflegediensten. So lassen sich unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden, Therapien konsequent durchführen und stationäre Aufenthalte verkürzen. Bei schmerzhaften Wunden wird eine gezielte Schmerztherapie eingeleitet. Ziel ist, die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern – auch über die direkte Behandlung hinaus.

Als ärztliche Wundexpertin ist Frau Ratibah Thaher für das Wundzentrum zuständig. Das interdisziplinäre Behandlungsteam besteht aus Chirurgen und Internisten. Wir sind Teil des MVZ am Marien Hospital Düsseldorf und arbeiten eng mit dem Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum zusammen.

Versorgung chronischer und schwer heilender Wunden


Wir behandeln Patientinnen und Patienten mit chronischen oder schlecht heilenden Wunden ambulant oder stationär – abhängig vom medizinischen Bedarf. Ziel ist es, die Wunde möglichst schnell und dauerhaft zu schließen, Schmerzen zu lindern und die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln.

  • Therapie von Durchblutungsstörungen und Venenerkrankungen
  • Behandlung von Krampfadern und Lymphödeme
  • Behandlung chronischer Wunden am Unterschenkel (Ulcus cruris)
  • Versorgung von Druckgeschwüren (Dekubitus)
  • Therapie Diabetisches Fußsyndrom
  • Therapie bei Verbrennungen und Tumoren
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) mit Ulzerationen oder Nekrosen
  • Behandlung von Neuropatischer Ulzera (Geschwüre)

So finden Sie uns

Zugang für gehfähige Patientinnen und Patienten (zu Fuß, ohne Rollator/Rollstuhl): Nutzen Sie bitte den Eingang am Neubau (Tevernstraße, direkt neben der Parkhauseinfahrt). Steigen Sie die Treppe hoch und gehen Sie links durch die Tür. Die Anmeldung erfolgt im Ambulanten OP-Zentrum / der Tagesklinik.

Zugang mit Rollator oder Rollstuhl: Bitte nutzen Sie den 1. Aufzug im Parkhaus direkt neben dem Eingang an der Tevernstraße (auf der Säule ist eine “6” markiert). Die Anmeldung erfolgt ebenfalls im Erdgeschoss über die Tagesklinik. Anschließend fahren Sie bitte mit dem Aufzug in das 1. Obergeschoss zum Wartebereich gegenüber dem Aufzug.

 

Krankheitsbilder
Arten von chronischen Wunden

Ein Dekubitus ist eine chronische Wunde, die speziell bei bettlägrigen oder bewegungseingeschränkten Personen entstehen kann. Im Volksmund spricht man davon, dass sich jemand „wundgelegen“ hat.

Solche Geschwüre entstehen meistens aufgrund des Drucks des eigenen Körpergewichts oder von Knochen von innen heraus auf die Unterlage. Sie sind hauptsächlich in der Rücken- bzw. Gesäßregion zu finden.

Diabetiker*innen können als Komplikation Nervenschäden entwickeln. Diese führen dazu, dass sich das Fußskelett verändert, so dass das Körpergewicht nicht mehr gleichmäßig auf die Fußsohle verteilt wird und sich an den Druckpunkten Geschwüre bilden. Durch die Nervenschäden haben die Betroffenen keine Schmerzen. Zusätzlich können Durchblutungsstörungen in den Beinen das Abheilen solcher Wunden beeinträchtigen. Neben der üblichen Druckentlastung und dem Wundmanagement muss bei diesen chronischen Wunden der Blutzucker optimal eingestellt werden.

Verbrennungen oder Tumoren können zu chronischen Wunden führen, deren Schmerzen und Infektionsgefahren mit einer individuell abgestimmten Therapie gelindert beziehungsweise eingedämmt werden können.

Die Ursachen von Ulcus cruris können Durchblutungsstörungen oder Entzündungen in den Blutgefäßen sein. Zunächst ist oft nur eine nässende Stelle zu sehen; sie breitet sich allmählich aus und wird tiefer. Wenn sich die Wunde entzündet, können erhebliche Schmerzen auftreten. Auch ein Lymphödem kann bei Nichtbehandlung Ursache für eine chronische, offene Wunde sein.

Bei PAVK handelt es sich um eine Störung der arteriellen Durchblutung von Extremitäten. Eine Ulzeration ist ein tiefer Gewebedefekt, der die Haut oder Schleimhaut betrifft. Im Gegensatz zu oberflächlichen Wunden können Ulzerationen bis in die Lederhaut (Dermis) oder darunterliegende Strukturen greifen. 

Neuropathische Ulzera sind Geschwüre, die durch eine Schädigung der Nerven (Neuropathie) oft im Zusammenhang mit Diabetes entstehen. Diese Geschwüre treten häufig an druckbelasteten Stellen, wie zum Beispiel am Fuß, auf.