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Eine Person in einer gelb-roten Einsatzuniform schiebt medizinische Geräte durch einen makellos weißen Flur, der von Türen gesäumt ist.

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Im medizinischen Notfall erreichen Sie uns Tag + Nacht über unsere Notaufnahme. Im Notfall wählen Sie 112. Für nicht dringliche Beschwerden empfehlen wir, zunächst Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) zu kontaktieren. So bleibt die Notaufnahme für schwer erkrankte Patienten verfügbar. Informationen zum Leistungsangebot des Marien Hospital Düsseldorf finden Sie hier.

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Behandlungsangebot Augenheilkunde

Marien Hospital Düsseldorf

Unsere Leistungen

Die Klinik für Augenheilkunde bietet das gesamte Spektrum der operativen und konservativen Augenheilkunde einschließlich aller Arten von Laserbehandlungen, Behandlung von Hauttumoren und Hautveränderungen und Lidfehlstellungen. 

Die meisten Operationen können ambulant angeboten werden. Es stehen zwei modernste Operationssäle sowie eine 10-Betten-Station zur Verfügung. 


Vorderer Augenabschnitt

Wir führen operative Korrekturen von Fehlstellungen, wie Schlupflidern, Entropium, Ektropium, Gerstenkörnern und Entfernung von Tumoren durch. Kosmetische, rekonstruktive Eingriffe und Botulinum-Toxin-Injektionen werden ebenso unter hohem Standard angeboten.

Die Klinik für Augenheilkunde verfügt als eine der wenigen Kliniken der Region über ein Tränenwegsendoskop. Damit können Erkrankungen der ableitenden Tränenwege unter direkter Sichtkontrolle gezielt und oftmals völlig narbenfrei behandelt werden.

Bei Erkrankungen der Hornhaut ist es in einigen Fällen notwendig, die erkrankte Hornhaut ganz oder teilweise durch eine Spender-Hornhaut zu ersetzen. An der Klinik werden dabei je nach Erkrankungstyp die unterschiedlichen Verfahren der kompletten Hornhaut-Transplantation (penetrierende Keratoplastik) oder die Transplantation einzelner Hornhautschichten (lamelläre Keratoplastik) durchgeführt. Eine besondere Spezialität ist die Verpflanzung der Hornhautinnenschicht (Endothel) mit der so genannten DMEK. Bei diesem Verfahren ist die postoperative Erholungsphase deutlich verkürzt und die erreichbare Sehschärfe erheblich besser als bei penetrierenden Verfahren. Zur Diagnostik verfügen wir über die Möglichkeit der Hornhauttopografie  und -analyse mittels hochmoderner Messgeräte, z.B. einer  Pentacam.

Patienten mit einer Linsentrübung (Grauer Star, Katarakt) werden mit modernster Kleinstschnittchirurgie operiert. Dabei werden alle heute zur Verfügung stehenden Linsenimplantate auch sogenannte Sonderlinsen (torische, multifokale, asphärische, Filter- Linsen) nach den jeweiligen Indikationen implantiert.

Bei der Behandlung von Patienten mit Grünem Star (Glaukom) werden vor allem laserchirurgische und nicht penetrierende und mikroinvasive Filtrationsoperationen – MIGS (Titan-i-stent, Hydrus Microstent, XEN-/Preseflo-Mikroimplantate) durchgeführt. Diese in nur wenigen Zentren durchgeführten Operationen haben den Vorteil geringerer Nebenwirkungen und einer schnellen postoperativen Erholung des Patienten.

Hinterer Augenabschnitt

Die Augenabteilung ist spezialisiert auf die Behandlung unterschiedlichster Netzhaut- und Glaskörpererkrankungen, auf alle Stadien der diabetischen Retinopathie, Netzhautgefäßverschlüsse, entzündliche Erkrankungen der Netzhaut und des Glaskörpers sowie Erkrankungen der Makula (Makuladegeneration, Makulalöcher, Membranen der Netzhautmitte). Die Therapie kann mit verschiedenen Laserverfahren, intravitrealen Injektionen (IVOM) zur Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration oder mit allen Methoden moderner Intraokularchirurgie erfolgen. Es kommt hierbei die minimalinvasive nahtfreie Netzhaut- und Glaskörperchirurgie (Vitrektomie) zum Einsatz.

Sehschule /Neuroophthalmologie

Schielstellungen können bei Erwachsenen mit gutem Erfolg operiert werden.

Neuroopthalmologische Erkrankungen wie z.B. die Neuritis Nervi Optici und Paresen betreuen wir interdisziplinär mit den Kollegen unserer neurologischen Abteilung.

Behandlung von Kindern + Jugendlichen

In unserer Sehschule diagnostizieren und behandeln wir frühzeitig Sehentwicklungsstörungen im Kindesalter – ein entscheidender Faktor für die langfristige Sehentwicklung. Die Betreuung erfolgt durch spezialisierte Fachärzte in enger Zusammenarbeit mit unserer Orthoptistin. Schwerpunkte sind:

  • Abklärung und Behandlung von Schielstellungen
  • Therapie der Amblyopie (Schwachsichtigkeit)
  • individuelle Beratung zur Sehentwicklung
     

Myopie-Therapie bei Kindern (Atropin)

Die Kurzsichtigkeit bei Kindern nimmt zunehmend zu und kann langfristig das Risiko für Augenerkrankungen erhöhen. Zur Verlangsamung des Fortschreitens bieten wir eine etablierte Therapie mit niedrig dosierten Atropin-Augentropfen an. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich gut belegt und wird durch begleitende Maßnahmen wie ausreichende Tageslicht-Exposition unterstützt. Das Team unserer Sehschule bietet die Atropin-Therapie in Zusammenarbeit mit unserer erfahrenen Orthoptistin, Larissa Borkmann an.

Terminvereinbarung

Termine in unserer Sehschule können über das Sekretariat der Augenambulanz vereinbart werden: Telefon:(0211) 4400 2475

Häufige Fragen und Antworten zur Hornhauttrübung

Von einer Hornhauttrübung spricht man, wenn die normalerweise klare Hornhaut an Transparenz verliert. Das kann die Lichtbrechung im Auge verändern und dadurch die Sehqualität beeinträchtigen. Wie stark die Einschränkung ausfällt, hängt vor allem von Lage, Größe und Tiefe der Trübung ab.

Das hängt von der Ursache ab. Vorübergehende Trübungen, etwa bei einer Schwellung der Hornhaut, können wieder aufklaren. Narben oder länger bestehende strukturelle Veränderungen bilden sich dagegen häufig nicht zurück. Wichtig ist die Lage der Narbe. Narben, die durch Fremdkörper, z.B. beim Arbeiten mit Eisen, entstanden sind und außerhalb der Sehachse liegen, stören den Sehprozess oft gar nicht. 

Mögliche Hinweise sind verschwommenes Sehen, stärkere Lichtempfindlichkeit, Blendung oder ein vermindertes Kontrastsehen. Bei einer akuten Entzündung oder Verletzung können Schmerzen, Rötung, Tränenfluss und ein Fremdkörpergefühl hinzukommen. Die Symptome sind für die verschiedenen Ursachen sehr ähnlich, daher kann die genaue Ursache nur durch eine Untersuchung beim Augenarzt festgestellt werden.  

Eine Trübung selbst muss nicht schmerzhaft sein. Schmerzen treten vor allem auf, wenn die Oberfläche der Hornhaut mit betroffen ist, denn dort verlaufen die hochsensiblen Nerven. Dumpfe Schmerzen können ein Hinweis auf eine Infektion mit einem Herpesvirus sein. Generell gilt: Bei Schmerzen, Rötung oder einer akuten Sehverschlechterung sollte das Auge zeitnah augenärztlich untersucht werden.

Wenn eine Hornhauttrübung aufgrund einer akuten Infektion durch Keime entsteht, ist dies ein Notfall. Da Keime sich exponentiell vermehren und auch tiefer in das Auge eindringen können, ist die Therapie je früher desto wirksamer.  Dies ist besonders wichtig für Kontaktlinsenträger, die ein erhöhtes Infektionsrisiko der Hornhaut haben. Auch nach einer Augenverletzung oder Verätzung sollte unverzüglich augenärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, um den ätzenden Wirkstoff möglichst schnell zu neutralisieren. 

Bei einer Verätzung kommt eine stark konzentrierte Flüssigkeit in direkten Kontakt mit dem Auge. Das Gewebe des Auges wird durch diese Flüssigkeit quasi aufgelöst, so dass ähnlich wie bei einer Verbrennung grosse Gewebeverluste enstehen. Weil  alle unterschiedlichsten Strukturen des Auges gleichzeitig betroffen sind: auch Gefäße, Nerven und Bindehaut ist das Heilen des verlorenen Gewebes besonders schwierig. Deswegen zählt bei einer Verätzung jede Minute. Spülen Sie das betroffene Auge sofort mit reichlich sauberem Wasser oder einer verfügbaren Augenspüllösung. Warten Sie nicht darauf, die Substanz zunächst zu identifizieren. Anschließend ist eine unverzügliche augenärztliche Behandlung erforderlich. Falls möglich, sollte die Spülung bis zum Eintreffen medizinischer Hilfe fortgesetzt werden.

 

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Infektionen oder Entzündungen können beispielsweise antibakterielle, antivirale oder entzündungshemmende Medikamente erforderlich sein. Bei bleibenden Narben oder Wucherungen prüft die Augenärztin oder der Augenarzt, wieviele Schichten der Hornhaut betroffen sind, und ob die Narben zum Beispiel durch eine Lasertherapie abgetragen werden können. 

Eine Hornhauttransplantation, auch Keratoplastik, kann erwogen werden, wenn die Hornhaut dauerhaft getrübt ist;  die Trübung so umfassend ist, dass ein Abtragen des getrübten Areals nicht möglich ist und wenn die Ursache der Trübung, z.B. eine Infektion ausreichend abgeheilt ist. 

Nein, und das ist die große Neuerung in der Augenheilkunde die wir in den letzten knapp 20 Jahren erlebt haben. Denn die Heilung, die Akzeptanz des fremden Spenders und die Sehfähigkeit sind bei einer Hornhaut-Teil-Transplantation deutlich verbessert.  Je nach Erkrankung kann es ausreichen, nur die erkrankte hintere oder vordere Hornhautschicht durch Spendergewebe zu ersetzen. Zum Teil wird dies auch in mehreren Schritten gemacht, so dass erst die vordere Schicht und zu einem späteren Zeitpunkt die hintere Schicht transplantiert werden. 

Eine Hornhauttrübung als solche ist nicht ansteckend, da sie die Folge einer Ursache ist. Ist die Ursache eine Infektion und z.B. durch Keime bedingt, können diese Keime auch auf das andere Auge oder andere Menschen übertragen werden. Wichtig ist eine gute Hygiene: Hände oder gemeinsam genutzte Gegenstände, wie Waschlappen oder Handtücher, trennen und häufig waschen. Damit kann das Risiko auf eine Ansteckung gemindert werden.

Kontaktlinsen verursachen nicht unmittelbar eine Hornhauttrübung.  Sie können jedoch das Risiko für Hornhautinfektionen erhöhen, insbesondere bei schlechter Hygiene, zu langen Tragezeiten, Schlafen mit Kontaktlinsen oder Kontakt mit Wasser. Bei Schmerzen, Rötung oder Sehverschlechterung sollten Kontaktlinsen sofort herausgenommen und das Auge zeitnah augenärztlich beurteilt werden.

Die Hornhaut wird häufig mit einer Spaltlampe untersucht. Dieses spezielle Mikroskop vergrößert und beleuchtet die Hornhaut und ermöglicht damit eine genaue Beurteilung der verschiedenen Hornhautschichten. Außerdem kann man die Hornhaut mit einem fluoreszeierenden Farbstoff anfärben und damit die Oberflächenbeschaffenheit beurteilen. Je nach Fragestellung können zusätzliche bildgebende Verfahren erforderlich sein, etwa zur Messungen der Hornhautdicke oder Abtasten der Oberfläche um quasi eine Landkarte der Hornhaut zu erstellen. Bei Verdacht auf eine Infektion kann ein Abstriche gemacht werden, um Keime nachzuweisen, zu erkennen und dann gezielt zu behandeln. 

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