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Weltkrebstag 2026
Warum strukturierte Zusammenarbeit heute über Therapieerfolg entscheidet

Statistisch betrachtet erkrankt fast jeder zweite Mensch in Deutschland im Laufe seines Lebens an Krebs. Darauf weist das Robert Koch-Institut anlässlich des Weltkrebstages hin. Für das Marien Hospital Düsseldorf mit einem Schwerpunkt auf Onkologie und Hämatologie ist diese Zahl tägliche klinische Realität. Gleichzeitig zeigen aktuelle Auswertungen des Statistischen Bundesamt: Trotz steigender absoluter Krebssterbefälle – vor allem bedingt durch die Alterung der Gesellschaft – ist die altersstandardisierte Krebssterblichkeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gesunken. Das bedeutet: Bereinigt um demografische Effekte haben sich die Überlebenschancen nach einer Krebsdiagnose insgesamt verbessert.

„Diese Entwicklung ist kein Zufall“, erklärt Prof. Dr. med. Aristoteles Giagounidis, Chefarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin am Marien Hospital Düsseldorf. „Sie ist Ausdruck des medizinischen Fortschritts – vor allem aber das Ergebnis strukturierter und interdisziplinärer Versorgung.“ Moderne Krebstherapie ist hochkomplex und verlangt eine enge Abstimmung vieler Fachrichtungen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem klare Entscheidungswege, passgenaue Therapiekonzepte und eine Behandlung, die alle relevanten Perspektiven zusammenführt.

Am Marien Hospital Düsseldorf werden Therapieentscheidungen deshalb grundsätzlich interdisziplinär getroffen. In regelmäßig stattfindenden Tumorboards bewerten Spezialistinnen und Spezialisten aus Onkologie, Chirurgie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie gemeinsam jeden Befund. Ziel ist eine leitliniengerechte Therapie, die gleichzeitig individuell auf die jeweilige Erkrankungssituation und persönliche Lebenslage abgestimmt wird. Diese strukturierte Zusammenarbeit wird durch die zertifizierten onkologischen Zentren für Brust– und Darmkrebs, die integrierte Strahlentherapie sowie die onkologische Tagesklinik des Hauses getragen. So entsteht eine durchgängige Versorgung aus einer Hand – von der Erstdiagnose über stationäre und ambulante Therapiephasen bis hin zur langfristigen Begleitung.

Neben der Behandlung gewinnt auch die Prävention weiter an Bedeutung. Zwar bleibt Krebs eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, doch der Anteil der an Krebs Verstorbenen an allen Todesfällen ist rückläufig. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten Hinweise auf steigende Erkrankungszahlen bei jüngeren Menschen, insbesondere beim Darmkrebs. Ein Befund, der die Relevanz von Aufklärung, Früherkennung und gesundheitsbewusstem Verhalten zusätzlich unterstreicht.

„Medizinische Versorgung allein reicht nicht aus“, so Prof. Giagounidis. „Prävention, Früherkennung und eine informierte Gesellschaft sind zentrale Bausteine, um die Krankheitslast langfristig zu senken.“
Zum Weltkrebstag 2026 steht damit das Zusammenspiel vieler Faktoren im Fokus: Spezialisierung, interdisziplinäre Abstimmung, evidenzbasierte Medizin – und kurze Wege für Patientinnen und Patienten. Denn am Ende steht immer der einzelne Mensch: mit einer individuellen Diagnose, aber dem Anspruch auf eine bestmöglich koordinierte, moderne Krebstherapie.

Hannah Blake

Pressekontakt

Cassie Kübitz-Whiteley

Pressekontakt

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