Stillzeichen
Individualität zeigt sich mit der Geburt. Jedes Kind verhält sich anders. Zeigt sich ein Neugeborenes weniger temperamentvoll, heißt das nicht, dass es seine Bedürfnisse nicht äußert. Dies geschieht zum Beispiel im Schlaf. Dazu zählen „Stillzeichen“ wie:
- Augenrollen
- Schmatzlaute
- Saugen
- Lecken der Lippen
- Führen der Fingerchen zum Mund
- Bewegungen von Kopf und Körper, Unruhe
Schreien ist das letzte Stillzeichen!
Oftmals schreien Kinder gar nicht, sondern ziehen sich in den Schlaf zurück.
Es ist schwer, ein schreiendes Kind an die Brust anzulegen. Erkennen Sie eines der genannten Stillzeichen, scheuen Sie sich nicht, ihr Kind zum Beispiel durch Wickeln zu wecken und danach anzulegen. Ein sehr schläfriges Kind zieht man ggf. aus und bringt es in Hautkontakt.
Häufige Stillmahlzeiten fördern die Hormonproduktion zur Milchbildung und Milchentleerung.
Der Magen Ihres Kindes ist sehr klein, diese Menge ist schnell verdaut und sollte zügig wieder „aufgefüllt“ werden.
Stillfrequenzen und Stilldauer
Stillen Sie ihr Kind nach Bedarf. Es sollte so oft und so lange trinken dürfen wie es möchte. Sollte Ihre Brust einmal spannen, dürfen Sie ihr Kind gerne aufwecken, dann wird nach dem Bedarf der Mutter gestillt.
In den ersten Wochen möchten viele Babys, besonders abends und nachts, sehr oft und nur mit kurzen Pausen stillen. Das ist ein natürliches Verhalten und deutet nicht auf zu wenig Milch hin. Dieses Verhalten nennt man Cluster-Feeding. Dadurch wird die Milchproduktion besonders gut angeregt und die Milchmenge gesteigert.
Diese Zeit kann sehr anstrengend sein. Doch seien Sie gewiss, sie ist von kurzer Dauer und völlig normal. Später passen sich das Stillverhalten von Mutter und Kind automatisch aneinander an.
Kindliche Gewichtsentwicklung
In den ersten Lebenstagen verliert Ihr Kind an Gewicht. Das darf Sie nicht beunruhigen; es ist völlig normal. Das Kind kann bis zu 7% seines Körpergewichts verlieren.
Ihr Kind wird mit einem „Flüssigkeitsdepot“ geboren, das es vor dem Austrocknen bewahrt, bis die Muttermilch reichlicher fließ. Auch Urin und Stuhlausscheidungen reduzieren das anfängliche Gewicht.