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Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Marien Hospital Düsseldorf
Das Becken als Dreh- und Angelpunkt

Das Becken spielt eine zentrale Rolle im Skelettsystem und in der Stabilität des gesamten Körpers. Die Klinik für Unfall und Wiederherstellungschirurgie an den Standorten Marien Hospital und St. Vinzenz-Krankenhaus in Düsseldorf ist auf die Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Verletzungen des Bewegungsapparates spezialisiert.

Ein besonderer Behandlungsschwerpunkt des Teams unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Albrecht Pilz liegt auf der Versorgung von Beckenfrakturen, einer komplexen und potenziell lebensbedrohlichen Verletzung, die eine präzise chirurgische und interdisziplinäre Herangehensweise erfordert. Beckenfrakturen entstehen in der Regel durch starke Krafteinwirkungen, wie sie bei Verkehrsunfällen, Stürzen aus großer Höhe oder in seltenen Fällen bei schweren sportlichen Verletzungen auftreten. Diese Frakturen können sowohl den vorderen als auch den hinteren Beckenring betreffen, oft sogar beide, und gehen häufig mit erheblichen Begleitverletzungen einher. Dazu zählen Blutungen, Organverletzungen und Schäden an Nerven und Blutgefäßen, die sofortige medizinische Interventionen erfordern.

In der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie wird die Versorgung von Beckenfrakturen durch ein interdisziplinäres Team aus Chirurgen, Orthopäden, Radiologen, Anästhesisten und spezialisierten Pflegekräften sichergestellt. Das Marien Hospital ist darüber hinaus zertifiziertes Lokales Traumazentrum. Außerdem besitzt die Klinik im Pempelforter Krankenhaus die berufsgenossenschaftliche Zulassung auch für schwerere traumatologische Unfälle (VAV Verfahren).

Diagnostik als Grundlage der Therapieplanung
„Die Erstbehandlung beginnt mit einer umfassenden klinischen und bildgebenden Diagnostik, die in der Regel Röntgenaufnahmen, Computertomographien (CT) und bei Bedarf auch Magnetresonanztomographien (MRT) umfasst“, so Dr. Pilz. „Diese Untersuchungen sind entscheidend, um den genauen Frakturverlauf und mögliche Komplikationen zu bestimmen, die das therapeutische Vorgehen beeinflussen.“ Je nach Schweregrad und Komplexität der Fraktur wird die Therapie individuell geplant. Bei stabilen Beckenfrakturen ohne signifikante Verschiebung der Knochenfragmente kann eine konservative Behandlung ausreichend sein. Diese umfasst in der Regel Bettruhe, Schmerztherapie und eine schrittweise Mobilisierung unter physiotherapeutischer Anleitung. In den meisten Fällen ist jedoch ein operativer Eingriff erforderlich, um die korrekte anatomische Stellung der Knochen wiederherzustellen und die Stabilität des Beckens zu gewährleisten. Die operative Versorgung von Beckenfrakturen ist technisch anspruchsvoll und erfordert Expertise. Häufig angewandte Verfahren sind die offene Reposition und interne Fixation (ORIF), bei der die Knochenfragmente mithilfe von Platten und Schrauben fixiert werden. In besonders schweren Fällen kann es notwendig sein, externe Fixateure oder eine Kombination verschiedener Fixationsmethoden einzusetzen, um die Stabilität zu sichern und eine frühzeitige Mobilisierung zu ermöglichen.

Nachsorge und Rehabilitation
Auf einen Eingriff folgt stets eine postoperative Betreuung und Rehabilitation. „Nach der operativen Versorgung steht die frühzeitige Mobilisierung und Physiotherapie unserer Patientinnen und Patienten im Vordergrund, um die Funktion des Bewegungsapparates so schnell wie möglich wiederherzustellen und Komplikationen wie Thrombosen oder Muskelatrophie vorzubeugen“, erklärt Dr. Pilz. Auch die Schmerztherapie spielt eine zentrale Rolle, um den Heilungsverlauf positiv zu beeinflussen und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Darüber hinaus legt die Klinik großen Wert auf die Nachsorge, die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und bildgebende Verfahren umfasst, um den Heilungsfortschritt zu überwachen und eventuelle Spätkomplikationen frühzeitig zu erkennen.

Die ganzheitliche Herangehensweise in der Behandlung von Beckenfrakturen durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen, die Verwendung modernster diagnostischer und therapeutischer Verfahren sowie die umfassende postoperative Betreuung gewährleisten eine optimale Versorgung der Patienten und tragen maßgeblich zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit und Lebensqualität bei.

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