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Proktologisches Zentrum | PinkProkto

Marien Hospital Düsseldorf

Behandlung und Diagnostik
Prokotologie

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Ausprägung Ihrer Beschwerden. Je nach Befund kommen konservative, also nicht operative, oder operative Verfahren infrage. Welche Behandlung für Sie geeignet ist, wird nach der Untersuchung und abhängig vom individuellen Befund vorgeschlagen.

 


Behandlungsmethoden der Proktologie

Nach Ausschöpfung konservativer Behandlungsmethoden, die in der Regel durch niedergelassene proktologische Partner durchgeführt werden, können unterschiedliche operative Verfahren vorgeschlagen werden.

  • Konventionelle Hämorrhoidenoperation: Einzelne Hämorrhoidenknoten werden offen entfernt. Die Wunde wird je nach Verfahren teilweise verschlossen.
  • Staplerhämorrhoidopexie: Bei diesem Verfahren werden vorwiegend ringförmig angeordnete Hämorrhoiden behandelt. Mit einem Klammernahtgerät wird oberhalb der Hämorrhoiden ein Schleimhautring entfernt. Dadurch werden die Hämorrhoiden nach oben gezogen und zugleich weniger durchblutet. Sie schrumpfen. Bei diesem Verfahren bleiben keine offenen Wunden zurück.

 

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Stuhlinkontinenz.

  • Entzündungen des Darms werden überwiegend medikamentös behandelt.
  • Einige Ursachen der sensorischen Stuhlinkontinenz können operativ behandelt werden, zum Beispiel Hämorrhoiden sowie Mastdarm- oder Analvorfälle.
  • Schließmuskelschäden können abhängig vom Befund operativ repariert werden.
  • Nervenschäden können je nach Befund beispielsweise mit einer sakralen Nervenstimulation behandelt werden. Das Verfahren ist mit einer Herzschrittmachertherapie vergleichbar.
  • Krankengymnastische Übungen und Biofeedback-Training können Beckenbodenschwächen verbessern.
  • Medikamente können die Stuhlkonsistenz beeinflussen und dadurch eine besser koordinierte Stuhlentleerung unterstützen.

Ein heilender Therapieansatz bei einer Analfistel ist immer operativ.

  • Fisteln unterhalb des Schließmuskels werden in der Regel gespalten.
  • Bei einer Beteiligung des Schließmuskels werden Fisteln unter Schonung des Schließmuskels ausgeschnitten. Dieses Verfahren wird Fistulektomie genannt.
  • Bei Fistelverläufen durch weite Teile des Schließmuskelapparats kann ein plastischer Fistelverschluss notwendig sein. Möglich sind Schleimhautlappenplastiken, Fistel-Clips, Fistel-Plugs und thermische Fistelverschlusstechniken.
  • Vor einem plastischen Fistelverschluss wird häufig eine Fadendrainage zur Markierung der Fistel und zur Ableitung von Sekret eingesetzt.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Ausprägung der Beschwerden. Wir behandeln nach 3 Methoden- 

Konservative Behandlung

  • Erhöhung der täglichen Trinkmenge
  • Medikamente zur Beeinflussung der Stuhlkonsistenz, zum Beispiel Weichmacher
  • Klistiere und Einläufe
  • salzhaltige Abführlösungen
  • Flohsamen
  • Milchzuckerpräparate
  • Beckenbodengymnastik zum Training der Stuhlentleerung
  • Biofeedback-Therapie, insbesondere bei einer Beckenbodendyssynergie

 

Operative Behandlung

S.T.A.R.R.: steht für staplerassistierte transanale Rektumresektion. Bei einer Rektozele oder Intussuszeption als Ursache des obstruktiven Defäkationssyndroms können Aus- oder Einstülpungen der Enddarmwand mit dieser befundorientierten Operationsmethode abgetragen werden. Die Enddarmwand wird dabei mit einer Naht gefasst, in ein Klammernahtgerät eingezogen, vernäht und durchtrennt. Eine Bauchoperation kann dadurch vermieden werden.

Resektionsrektopexie: Bei diesem Verfahren wird ein zu lang angelegter Dickdarm zunächst in einer minimalinvasiven Bauchoperation, der Schlüssellochtechnik, gekürzt. Der gekürzte und wiederhergestellte Darm wird anschließend mit einer Naht oder einem Kunststoffnetz am Kreuzbein fixiert. Dadurch soll ein erneutes Absenken in das kleine Becken vermieden werden.

 

Eine akute Analfissur wird konservativ behandelt. Zum Einsatz kommen lokale Therapien mit Salben, Cremes oder Sitzbädern. Die Salben können Calciumantagonisten, Nitrate oder ein Lokalanästhetikum enthalten.

Zusätzlich können stuhlregulierende Maßnahmen mit Weichmachern durchgeführt werden. Schmerzstillende und entzündungshemmende Zäpfchen können den Heilungsverlauf unterstützen. Eine chronische Analfissur muss häufig operativ behandelt werden. Dabei werden die Fissur und das umgebende Narbengewebe unter Schonung des Schließmuskels entfernt. Der Wundgrund wird genau untersucht, um daraus entstandene Analfisteln auszuschließen.

 

Diagnostik
Welche Untersuchungen notwendig sind, hängt von Ihren Beschwerden und Ihrer Vorgeschichte ab. Nach einem ausführlichen Gespräch werden die Untersuchungen individuell ausgewählt und schrittweise durchgeführt.

Bei der Inspektion wird die Afterregion betrachtet. Beim Austasten, auch Palpation genannt, wird der Bereich vorsichtig untersucht.

Mit einer Spiegelung können der Analkanal und der Enddarm untersucht werden. Welche Untersuchung erforderlich ist, richtet sich nach Ihren Beschwerden und dem bisherigen Befund.

Bei der Druckmessung werden unter anderem der Ruhedruck, die Kneiffähigkeit und die Haltefunktion des Schließmuskels untersucht.

Mit einem inneren Ultraschall des Analkanals und des Enddarms können der Schließmuskel und die Beckenbodenmuskulatur beurteilt werden.

Eine Dickdarmspiegelung kann je nach Beschwerden und Fragestellung zur weiteren Abklärung gehören.

Bei Verdacht auf eine Nervenschädigung kann eine Elektromyografie durchgeführt werden. Dabei wird die Funktion der beteiligten Nerven und Muskeln untersucht.

Mit einer dynamischen Röntgen- oder MR-tomografischen Untersuchung, der Defäkografie, kann die Funktion der Darmentleerung untersucht werden.

Ein Stuhltagebuch kann dabei helfen, Beschwerden und Stuhlgewohnheiten über einen bestimmten Zeitraum zu dokumentieren.

Ein Röntgen-Kontrasteinlauf kann je nach Fragestellung zur Untersuchung des Darms eingesetzt werden.

Nachsorgeuntersuchung

Nach einer operativen Behandlung von zum Beispiel Hämorrhoiden sind in der Regel zwei Nächte im Krankenhaus notwendig. Nach einer operativen Behandlung komplexer Analfisteln sind in der Regel ebenfalls zwei Nächte im Krankenhaus notwendig. Etwa sieben bis zehn Tage sowie vier Wochen nach der Operation sollte eine proktologische Nachuntersuchung erfolgen. Diese Untersuchungen können in unserer Klinik oder bei niedergelassenen proktologischen Partnern durchgeführt werden.

Terminvereinbarung

Für einen Termin wenden Sie sich an das Chirurgische Patientenmanagement.

Telefon: (02 11) 44 00-20 00

Telefax: (02 11) 44 00-22 77