Ein Kreuzsymbol Marien Hospital Düsseldorf

Pflegewissenschaften

Pflegewissenschaften für Sie zusammengefasst

Pflegewissenschaften

Patienten mit ihren Zu- und Angehörigen im Fokus

Die Pflegewissenschaft hat als übergeordnetes Ziel, wissenschaftlich fundierte Antworten auf die Herausforderungen der Pflege- und Versorgungspraxis zu initiieren und voranzubringen (Stemmer et al 2019). In der Pflegewissenschaft wird zwischen der Grundlagenforschung (Theorienentwicklung und Methodenentwicklung) und der angewandten Forschung (empirische Pflegeforschung, Praxiserprobung und –umsetzung, Wissensvermittlung) unterschieden.

Welche Fragen beantworten Pflegewissenschaften:

  • Ein Icon für den BereichWie wird Gesundheit definiert und wie wirkt sich das Verhalten einer Person auf die eigene Gesundheit aus?
  • Ein Icon für den BereichWelche Auswirkungen haben eine Erkrankung, ein Leiden, eine Behinderung auf das alltägliche Leben einer Person?
  • Ein Icon für den BereichWelche Wirkung haben pflegerische Interventionen und wie effektiv sind sie?
  • Ein Icon für den BereichWas beinhaltet letztendlich „gute“ Pflege und wovon ist sie abhängig?

Das Ziel ist pflegerisches Handeln wissenschaftlich zu begründen, die Wirksamkeit von Pflegemaßnahmen zu überprüfen und offene Fragen durch Forschung zu beantworten.

Evidenzbasiertes Pflegehandeln

„Evidence-based Nursing and Caring (EBN) ist eine Pflegepraxis, die pflegerische Entscheidungen auf wissenschaftlich geprüfte Erfahrungen Dritter („externe Evidence“) und die individuellen Bedürfnisse und Erfahrungen der Pflegebedürftigen und Pflegenden („interne Evidence“) stützt.

Sie tut dies aus Respekt vor der Einzigartigkeit des Pflegebedürftigen und schließt die Unterstützung und Förderung pflegebedürftiger Menschen sowie die Sorge um sie (Caring) mit ein“ (Behrens und Langer 2021).

Beispiel Angehörige auf einer Intensivstation:

Die Studienlage gibt Aufschluss darüber, was aus der Forschung bekannt ist. Welchen Effekt haben Angehörige auf einer Intensivstation im Krankheitsverlauf eines Patienten? Welche Informationen benötigen sie, damit sich ihre Anwesenheit positiv auf einen Krankheitserlauf auswirken kann?

Die Pflegenden können oft auf eine langjährige Erfahrung zurückschauen und sich entsprechend einbringen. Gibt es verschiedene Handlungsweisen im Team. Unterscheidet sich die Auffassung der Teammitglieder in Alter oder eigene Erfahrung als Patient im Krankenhaus?

Die Umgebungsfaktoren spielen eine entscheidende Rolle. Wenn die Räumlichkeiten sehr beengt sind, müssen andere Lösungen in der Begleitung der Angehörigen gesucht werden, als wenn es ausreichend Platz gibt, wie z.B. auch einen Aufenthaltsraum. Gibt es unter Umständen eine Regelung in einem Verbund, zu dem das Krankenhaus gehört. Welche Erwartungshaltung bringen die Angehörigen mit und wie wollen und können sie sich einbringen?

Es kann durchaus sein, dass ein Patient auf einer Intensivstation Angehörige nicht sehen möchte oder unruhig in der Anwesenheit von Angehörigen reagiert. Auch diese Patientenwünsche gilt es zu berücksichtigen.

Sind alle Perspektiven bekannt und im Team diskutiert, kann ein gemeinsamer Konsens gefunden werden. In einer Pilotierung werden die neuen Absprachen erprobt und abschließend evaluiert. Letztendlich gilt: Nur gemeinsam kann der „Evidence-based Nursing und Caring“ Prozess gelebt werden.

Advanced Practising Nursing

„Advanced Practice Nursing wird in Deutschland als zweijähriges Masterstudium angeboten, um akademisierte Pflegefachpersonen zu befähigen, eine bestmögliche Versorgung von Patient:innen in einem komplexen und spezifischen Handlungsfeld umzusetzen. Diese Handlungsfelder können organisatorisch auf einer Intensivstation stattfinden oder inhaltlich auf peripheren Stationen. Patient:innen mit onkologischen oder neurologische Krankheitsbildern mit herausfordernden Nebendiagnosen und individuellen psycho-sozialen-kulturellen Spezifika bedürfen einer kritischen Bewertung der jeweiligen Ressourcen, Bedarfe und Bedürfnisse und daraus abgeleiteten pflegerischen Interventionen. In Anlehnung an dieses Konzept arbeiten Pflegeexpert:innen auf verschiedenen Stationen des Marien Hospitals Düsseldorf mit dem Ziel, auch APN´s M.Sc. in die Pflege zu integrieren.

„Eine Pflegeexpertin APN ist eine Pflegefachperson, welche sich Expertenwissen, Fähigkeiten zur Entscheidungsfindung bei komplexen Sachverhalten und klinische Kompetenzen für eine erweiterte pflegerische Praxis angeeignet hat. Die Charakteristik der Kompetenzen wird vom Kontext und/oder den Bedingungen des jeweiligen Landes geprägt, in dem sie für die Ausübung ihrer Tätigkeit zugelassen ist. Ein Masterabschluss in Pflege (Nursing Science) gilt als Voraussetzung“ (DBfK, ÖGKV & SBK 2013, Hamric 2022).

Unsere Advanced Practising Nursing Experten (APNs)

Foto folgt.


Theresia Uphues

Pflegeexpertin Ansprechpartnerin

Foto folgt.


Daniela Ferreira Gommes

Pfelegeexpertin

Ansprechpartnerin

Publikationen

Bachelor und Masterarbeiten

  • Kuckert, A. (2020). Ältere LGBTQI* Männer, viel mehr als schwul und trans. [Master of Arts] Studium: Multidisziplinäre Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen / De-menz. Universität Witten Herdecke.
  • Maurer, M. (2017). Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizin und Pflege im Setting der Intensivstation. [Bachelor of Science]. Studium: Pflege. Katholische Hochschule NRW.
  • Protogerakis, E. P. (2023). Effektivität bei der Senkung von Aspirationspneumonien durch Mundpflege bei Schlaganfallpatienten [Bachelor of Science]. Studium: Pflege. Hochschule Niederrhein.

Sonstige Publikationen

  • Kuckert, A. (2023). Palliative Care goes School. Es hat mir den Umgang mit dem Tod erleichtert. In: Die Praxisanleitung. Forum Verlag.
  • Kuckert. A. (2023) Ausscheidungen: Pflegerischer Umgang in unterschiedlichen Settings. In: Die Praxisanleitung. Forum Verlag.
  • Kuckert, A. (2021) Gender und sexuelle Orientierung im Alter – authentisches Verhalten förderlich für die Gesundheit? In: Die Praxisanleitung. Forum

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