Krankheitsbilder und Therapien

Embolisationstherapie

Viele Frauen leiden unter Beschwerden durch gutartige Muskelknoten der Gebärmutter, so genannte Uterusmyome. Die seit vielen Jahren angewandten traditionellen Behandlungsformen sind die Hormontherapie oder der operative Eingriff. Wir haben in unserem Haus mit der Embolisationstherapie eine innovative Behandlungsmethode eingeführt, die ohne Operation auskommt. Bei der neuartigen minimalinvasiven und nicht-operativen Behandlung der Gebärmuttergeschwulste werden die Blutgefäße der Myome verschlossen, sodass diese absterben.

Weitere Informationen: Gebärmuttermyome

Radiologische lokale Schmerztherapie

Ergänzend zur medikamentösen Behandlung mit Tabletten oder Spritzen können chronische Schmerzen (v .a. Rückenschmerzen) durch gezielte Injektion schmerzstillender Substanzen direkt an den Ort des Geschehens behandelt werden. Dies geschieht durch feinste Nadeln mit Durchmessern unter einem mm, die präzise an die gereizten Nerven gesteuert werden. Kleinste Mengen von Medikamenten können hier ihre Wirkung entfalten, ohne sich im gesamten Organismus zu verteilen. Nebenwirkungen werden so vermieden. Je nach Schmerzursache werden verschiedene Methoden eingesetzt.

Radiologische lokale Schmerztherapie und Methoden

PRT (Periradikuläre Therapie): bei gereizten und geschwollenen Nervenwurzeln im Bereich von Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule

Facettengelenkinfiltration: bei Schmerzen der kleinen Wirbelgelenke von Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule

ISG-Infiltration: bei Schmerzen des Iliosacral-Gelenkes (Iliosakralgelenk = Gelenk zwischen Kreuzbein und Darmbein)

Gelenkinfiltration: z. B. bei Hüftgelenk-Arthrose (Verschleiß des Gelenks).
Bei diesem Verfahren werden geringe Mengen entzündungshemmender Medikamente mit oder ohne örtliche Betäubungsmittel an den Schmerzpunkt injiziert. Oft lässt sich eine lang anhaltende Schmerzfreiheit durch Unterbrechung des Teufelskreises (Schmerz – Verspannung – mehr Schmerz) erreichen.

Sympathikolyse: Behandlung von Schmerzen durch chronische Durchblutungstörungen der Beine. Ausschaltung von Nervenfasern des vegetativen Nervensystems durch Injektion konzentrierten Alkohols. Dies führt zu einer Gefäßerweiterung und Schmerzabnahme.

Plexusblockade: Bei chronischen Tumorschmerzen (z. B. Bauchspeichel-drüsenkrebs) werden durch Injektion konzentrierten Alkohols die schmerzübertragenden vegetativen Nervenfasern ausgeschaltet.

Vertebroplastie: Bei Rückenschmerzen durch Einbrüche von Wirbelkörpern bei Osteoporose oder Metastasen Injektion von Knochenzement zur Stabilisierung und Schmerztherapie

Myomembolisation: Mittels kleinster Partikel wird die Behandlung schmerzhafter Muskelknoten (Myome) der Gebärmutter bei Verstopfung der Blutgefäße des Myoms erreicht.

Lokale Tumorablation

Im Rahmen der interdisziplinären Tumorbehandlung am Marien Hospital Düsseldorf können verschiedene Tumoren – statt oder ergänzend zur Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie – mittels radiologisch-interventioneller Methoden zerstört werden. Hierzu werden dünne Sonden oder Katheter unter örtlicher Betäubung in den Körper eingeführt und mit Hilfe radiologischer Verfahren millimetergenau an den Tumor herangesteuert. Durch Erhitzung mittels Laser, Radiofrequenz, Injektion von tumorabtötenden Substanzen oder Verstopfung der Blutgefäße des Tumors wird dieser abgetötet. Je nach Tumorart und -lokalisation wird das für den Einzelfall optimale Verfahren eingesetzt

RFA (Radiofrequenz-Ablation): Erhitzung des Tumors durch Radiofrequenz-
wellen. Bei Lungenkrebs, Nierenkrebs, Metastasen in Leber, Knochen, Lunge

LITT (Laser-induzierte interstitielle Thermotherapie): Erhitzung des Tumors mittels Laserstrahlen: Bei Metastasen in der Leber

TACE (transarterielle Chemoembolisation): Injektion geringer Mengen Chemotherapeutika und gefäßverstopfender Partikel in die Blutgefäße des Tumors (Leberkrebs, Lebermetastasen, evtl. andere Organe). Hierdurch wird eine sehr große Wirksamkeit im Tumorgewebe bei nur geringen oder gar keinen Nebenwirkungen im übrigen Körper erreicht.

PEI (Perkutane Ethanol Injektion): Injektion von konzentriertem Alkohol über feinste Nadeln direkt in den Tumor: Leberkrebs