Da Vinci-X® - operieren mit modernster Technik

Das da Vinci-X®-Operationssystem ist gegenwärtig das modernste System für minimal-invasive Operationen. Es unterstützt den Operateur bei der sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie. Auf die großen Schnitte, wie bei offenen Operationen üblich, kann verzichtet werden. Durch kleine, nur ca. 5-10mm große Hautschnitte werden die notwendigen Instrumente und eine Kamera in den Körper eingebracht. Allgemein wird das Verfahren als Roboter-OP oder als roboter-assistierte OP bezeichnet, was jedoch ungenau ist. Dieses Gerät hat keine Programmierung oder eigenständigen Systemaktionen, es übernimmt exakt die Handbewegungen des operierenden Arztes.

Das da Vinci-X®-System besteht aus drei wesentlichen Bausteinen: der Steuerkonsole, dem Videosystem und den patientenseitigen Roboterarmen

An der Steuerkonsole blickt der Operateur durch ein integriertes, sogenanntes stereoskopisches Visorsystem auf einen Full-HD-3D-Monitor. Über kleine Steuerhebel werden die Bewegungen der Finger und Handgelenke des Operateurs in elektronische Steuersignale umgewandelt. Diese Steuersignale werden dann an die patientenseitigen Roboterarme weitergeleitet und setzen die Bewegungen der Hände in identische Bewegungen der Instrumente im Operationsfeld um.

Durch modernste Technologie wird die Handbewegung des Arztes verfeinert und den feinen Strukturen im Körper angepasst. Der Operateur arbeitet dadurch mit einer absolut ruhigen Hand, was so weder bei der klassisch offenen noch bei der manuellen laparoskopischen Operation möglich wäre.

Die hervorragenden Sichtverhältnisse bei einer Operation mit dem daVinci-X®-Systems beruhen auf seiner Full-HD-3D-Technik. Am besten lässt sich der Blick in die Steuerkonsole mit dem Blick durch ein Fernglas vergleichen. In der Kamera, die in den Körper eingeführt wird, sind zwei getrennt voneinander arbeitende Optiksysteme verbaut. Die Bildinformationen werden synchronisiert und in das Sichtsystem der Konsole übertragen. Durch die Verschmelzung von rechtem und linkem Bild wird so ein dreidimensionales Bild mit vollständiger Tiefendarstellung geschaffen. Die Kameras arbeiten darüber hinaus mit einer zehn- bis fünfzehnfachen Vergrößerung, so dass auch sehr feine Strukturen dargestellt werden können. Das ermöglicht optimale Sichtverhältnisse – die Grundvoraussetzung für präzise Mikrochirurgie. 

Die Instrumente werden über spezielle Metallhülsen, sogenannte Trokare in den Körper des Patienten eingeführt. Zuvor werden die Roboterarme mittels spezieller Adaptern angedockt. Die Instrumente verfügen über multiple Gelenke und ermöglichen damit Bewegung die den Handgelenken des Operateurs nachempfunden sind. Das ist besonderes bei der Präparation und Rekonstruktion feinster anatomischer Strukturen ein wesentlicher Vorteil.