Transurethrale Resektion der Prostata

Transurethrale Resektion der Prostata, kurz TUR-P genannt, bedeutet wörtlich übersetzt eine Ausschälung oder Aushobelung der Prostata durch die Harnröhre (transurethral). Diese TUR-P ist die derzeit am häufigsten angewendete und effektivste operative Methode bei gutartiger Prostatavergrößerung. Sie wird deshalb auch als „goldener Standard“ bezeichnet und alle anderen Methoden einschließlich der Wärme- und Kältetherapie, Lasertherapie etc. müssen sich mit ihren Ergebnissen an dieser Methode messen lassen. Diese Methode kann auch in besonders ausgewählten Fällen bei bestimmten Formen des Prostatakarzinoms eingesetzt werden. Weiterhin ist sie als erster Schritt bei der HIFU-Methode erforderlich, um eine ausreichende alternative Tumorbehandlung durchführen zu können.

Technik

Um die Methode verstehen zu können, stellt man sich die Prostata einfach als eine Mandarine mit Schale und Fruchtfleisch vor. Hierbei entspricht die Schale der so genannten Prostatakapsel und das Fruchtfleisch der gutartigen Vergrößerung der Prostata. Mitten durch diese „Mandarine“ stellt man sich eine Röhre vor, die der Harnröhre entspricht. Diese Prostata sitzt unterhalb der Blase vor dem Beckenboden und dem Schließmuskel, mit dem man den Urin auf Dauer halten kann. Bei einer Prostatavergrößerung, die Beschwerden verursacht, drückt sozusagen das „Fruchtfleisch“ die Röhre zu und erschwert so das Wasserlassen.

Ziel der Operation ist es dann, möglichst viel „Fruchtfleisch“ innerhalb der Schale auszuschälen, so dass am Ende einer Operation lediglich die Schale mit einem großen Hohlraum übrig bleibt. Dies geschieht, indem man ein ca. 9 mm dickes Operationsinstrument, ein so genanntes Endoskop, durch die Harnröhre und die Prostata hindurch in die Blase einführt. Mit diesem Instrument hat man die Möglichkeit, eine U-förmig gebogene Schlinge ca. 4 cm vor und zurück zu führen. Bei der Operation wird jetzt Schritt für Schritt das vergrößerte Gewebe mittels Schneidstrom und Vor- und Zurückschieben der Schlinge entfernt. Hierbei entstehen krabbenförmige Späne, die in die Blase gespült werden und zwischenzeitlich durch den Operationsschaft ausgespült werden können. Mit einer weiteren Stromqualität, dem so genannten Koagulationsstrom, kann man blutende Gefäße dann verschorfen. Über einen Bauchdeckenkatheter wird während der Operation kontinuierlich das Spülwasser abgesaugt, so dass eine Einschwemmung von Spülwasser in geöffnete Gefäße vermieden wird.

Am Ende der Operation ist die „Mandarine“ sozusagen ausgeschält und es steht nur noch die Schale mit dem Hohlraum. In diese Hülle wird ein Katheter platziert, über den die Blase gespült wird. Gleichzeitig wird der Katheter an der Stelle, wo das „Fruchtfleisch“, also das Prostatagewebe gesessen hat, geblockt, so dass er gleichzeitig durch Druck auch noch eine Blutstillung ausübt. Ein 4 mm dicker Bauchdeckenkatheter dient zusätzlich der sicheren Harnableitung der Blase und ermöglicht es uns, schon nach wenigen Tagen den durch den Penis gelegten Harnröhrenkatheter zu entfernen. Über den Bauchdeckenkatheter können Medikamente zur Beruhigung der Harnblase eingefüllt werden. Man kann aber auch über ihn testen, wie viel Resturin nach dem Wasserlassen übrig bleibt. Bei normalisiertem Wasserlassen wird der Bauchdeckenkatheter entfernt. Das Loch in der Blase schließt sich unmittelbar. Die Entfernung dauert allenfalls wenige Sekunden. Insgesamt beträgt der Krankenhausaufenthalt für diese Operation 4 bis 6 Tage.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung übernimmt Ihr Hausarzt und Urologe. Es dauert ca. 4 bis 6 Wochen, bis normale Schleimhaut von der Harnblase in den inneren Bereich der Prostataschale eingewachsen ist und die Wundhöhle bedeckt. Dies ist auch der Zeitraum, in dem man normalerweise noch Beschwerden hat wie häufigen Harndrang, manchmal Brennen beim Wasserlassen, gelegentlich auch Beschwerden beim Sitzen.

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