Supportivtherapie

Was ist die Supportivtherapie?

Sowohl die Tumorerkrankung als auch die Behandlung können zahlreiche Begleiterscheinungen mit sich bringen, die die Lebensqualität beeinträchtigen und durch unterstützende (supportive) Behandlungsmaßnahmen gebessert oder gelindert werden können. Dies betrifft nicht nur mögliche Nebenwirkungen der lokalen Tumorbehandlung infolge der Operation oder der Strahlentherapie, sondern auch Krankheitssituationen, bei denen die Erkrankung in andere Organe, z. B. den Knochen oder in Lymphknoten, gestreut hat. Mögliche Begleiterscheinungen oder Therapienebenwirkungen, die oft erfolgreich medikamentös behandelt werden können, sind:

  • Schmerzen infolge von Tumorabsiedlungen im Knochen, Knochensinterungen oder -frakturen;
  • eine Blutarmut (Anämie) infolge der Tumorausbreitung im Knochen bzw. Knochenmark, der Strahlentherapie größerer Knochen(mark)abschnitte sowie der antihormonellen Therapie oder Chemotherapie; und
  • ein verstärkter Knochenschwund (Osteoporose) mit erhöhtem Risiko für Knochenbrüche infolge einer antihormonellen Behandlung oder eines Knochenbefalls durch die Tumorerkrankung.

Eine unterstützende (supportive) Behandlung umfasst dabei sowohl eine zufriedenstellende Schmerztherapie als auch eine Behandlung der Blutarmut mittels Erythropoetin und eine knochenstabilisierende Therapie mit Bisphosphonaten. Im Einzelfall kommen zusätzliche Supportivmaßnahmen in Betracht. Diese können eine gezielte Strahlentherapie schmerzhafter Knochenabschnitte, eine Versorgung mit einem Stützkorsett, krankengymnastische/physiotherapeutische Maßnahmen, eine Behandlung ausgeprägter Hitzewallungen, eine Thromboseprophylaxe oder eine begleitende psychologische Betreuung beinhalten. Zu erwähnen ist dabei auch die eventuell verstärkte Überwachung und Behandlung anderweitiger Begleiterkrankungen (z. B. Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Thromboserisiko), die durch die Tumorerkrankung und deren Therapie beeinflusst sein können. Eine gute Supportivtherapie stellt somit heute einen unverzichtbaren Bestandteil einer umfassenden, ganzheitlichen Tumorbehandlung dar.

 

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