Permanente Seed-Implantation

Permanente Seed-Implantation

Bei der Seed-Therapie handelt es sich um ein Verfahren, bei dem im Rahmen eines operativen Eingriffs 25-80 radioaktiv geladene Titanhülsen von nur wenigen Millimetern Größe in die Prostata eingebracht werden. Diese radioaktiven Strahler geben ca. zwei bis drei Monate lang eine therapeutisch-relevante Dosis ab, wobei die Strahlung mit der Zeit immer mehr abklingt. Die Hülsen verbleiben jedoch lebenslang in der Prostata. Diese Behandlung kann bei Patienten mit einem Frühkarzinom der Prostata angewandt werden, sofern die Prostatagröße maximal 50 ml beträgt und das Wasserlassen beschwerdefrei erfolgt.

Für die Seed-Therapie muss ca. zwei Wochen vor dem Eingriff durch einen Urologen die Prostata exakt vermessen und das Volumen berechnet werden. Diese Messungen erfolgen durch eine Ultraschall-Sonde im Enddarm. Anschließend wird durch einen Strahlentherapeuten die Anzahl der Seeds berechnet und speziell zu dem vereinbarten Operationstermin bestellt. Daher kann diese Therapie nicht kurzfristig erfolgen.

Die Seed-Implantation erfolgt in Vollnarkose und dauert ca. 1,5 Stunden. Ein Team bestehend aus einem Urologen, einem Strahlentherapeuten und einem Medizinphysiker erstellt während der Operation einen Bestrahlungsplan, der die benötigte Seed-Anzahl, das notwendige Verteilungsmuster und die genaue Position der Seeds zu den zu schonenden Risikoorganen angibt. Dieser Bestrahlungsplan wird dann durch Ultraschallkontrolle über den Enddarm und Röntgenkontrolle in der Operation realisiert und ununterbrochen optimiert. Für dieses Verfahren wird ein Dauerkatheter gelegt, da die Blase mit Kontrastmittel gefüllt wird. Der Dauerkatheter kann am darauffolgenden Tag entfernt werden.

Vier Wochen nach der Operation erfolgt in der Klinik für Strahlentherapie eine Nachplanung. Hierbei handelt sich es um eine Therapiekontrolle durch eine spezielle Computertomografie. Die auch in diesem Verfahren sichtbaren Titan-Hülsen werden gezählt und es erfolgt eine erneute Dosisberechnung. Dabei wird vor allem der Schutz der Risikoorgane Harnröhre und Darm kritisch überprüft. Hiernach erfolgt dann eine Nachsorge, die alle drei Monate einen Vorstellungstermin in der Klinik für Strahlentherapie vorsieht.

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