Perkutane Strahlentherapie

Die „perkutane Strahlentherapie“ wird von außen (perkutan: durch die Haut) durchgeführt. Hierzu verwendet man einen so genannten Linearbeschleuniger, der Röntgenstrahlen in therapeutischer Dosierung abgibt. Die Prostata wird dann treffgenau von mehreren Seiten bestrahlt. Die Vorbereitungen erfordern knapp 2 Wochen. Die Strahlenbehandlung wird werktäglich durchgeführt und dauert insgesamt zwischen 7 und 8 Wochen.

Nach Anfertigung einer so genannten Planungscomputertomografie wird durch einen Arzt und einen Medizinphysiker ein Bestrahlungsplan erstellt. Dieser Bestrahlungsplan wird individuell für jeden einzelnen Patienten angefertigt. Organe wie Blase oder Enddarm werden durch Lamellen („Multi-Leaf-Technik“) von der Bestrahlung abgeschirmt. Die verordnete Dosis wird auf die Prostata zentriert. Einige Tage später erfolgt die Simulation des nun vorliegenden Bestrahlungsplans. Der Bestrahlungsplan wird an einem Durchleuchtungsgerät (= Therapiesimulator) auf seine Passgenauigkeit hin überprüft. Die Bestrahlungsfelder werden auf die Haut projiziert und eingezeichnet. Nun kann die Bestrahlung beginnen. Die Bestrahlung dauert pro Sitzung zwei bis fünf Minuten. Die Behandlung wird von medizinisch-technischen Assistenten durchgeführt. Sollten sich im Verlauf der Bestrahlungsbehandlung Befindlichkeitsstörungen entwickeln, ist ein Arzt für eine Besprechung und Untersuchung immer erreichbar. Die Behandlung möglicher Nebenwirkungen findet in Kooperation mit den beteiligten Urologen statt.

Der Bestrahlungsplan wird während der Behandlung mehrmals verändert und angepasst. Simulationsschritte wiederholen sich: Behandlungsfelder werden verkleinert, der Bestrahlungsplan wird routinemäßig kontrolliert und optimiert. Am Tag der letzten Bestrahlung findet ein Abschlussgespräch statt, bei dem die weitere Nachsorge und offene Fragen geklärt werden.

Die Strahlentherapie ist durch große Entwicklungsschritte der Computertechnik und der diagnostischen Verfahren in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt worden. Sie erfolgt heute zielgenau und sicher durch die routinemäßige Nutzung der Computertomografie für die Bestrahlungsplanung (3-D-Planung). In vielen Fällen wird sie durch Ultraschall und Kernspinuntersuchungen ergänzt. Diese Therapie kann bei Patienten mit Frühkarzinomen genauso angewandt werden wie bei fortgeschrittenem Prostatakrebs, dann evtl. in Kombination mit einer Bestrahlung des Beckens. Insbesondere für ältere Patienten und Patienten mit einem erhöhten Narkoserisiko ist dieses Verfahren die Therapie der Wahl.

 

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