Kombinierte HDR-Afterloading

Die kombinierte HDR-Afterloading-Brachytherapie mit perkutaner Strahlentherapie

Für Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom gibt es die Möglichkeit der Kombination eines Afterloading-Verfahrens (übersetzt: „Nachladeverfahren“) mit einer perkutanen Strahlentherapie (von außen, übersetzt: „durch die Haut“). Voraussetzung hierfür ist ein Prostatavolumen von weniger als 50 ml und beschwerdefreies Wasserlassen.

Nach Anfertigung der Planungscomputertomografie wird durch Strahlentherapeuten und Medizinphysiker ein Bestrahlungsplan erstellt. Dieser Bestrahlungsplan wird individuell für jeden Patienten angefertigt. Organe wie Blase oder Enddarm werden durch Lamellen („Multi-Leaf-Technik“) von der Bestrahlung abgeschirmt. Die verordnete Dosis wird auf die Prostata zentriert.

Die Behandlung beginnt zunächst mit dem Durchführen der ersten Afterloading-Bestrahlung. Diese Bestrahlung erfolgt meist stationär. In Vollnarkose werden unter Ultraschallkontrolle 8-12 spezielle Hohlnadeln parallel zum Enddarm in die Prostata eingeführt. Zur Kontrastmittelfüllung der Blase muss vorübergehend ein Dauerkatheter gelegt werden. Nach Röntgenkontrolle erfolgt dann die Bestrahlung computer- und maschinengesteuert durch ein Afterloading-Gerät. Die strahlende 192-Iridium-Quelle fährt jede einzelne Nadel ab und bestrahlt nach einem zuvor durch einen Medizinphysiker ermittelten Bestrahlungsplan. Der Eingriff dauert ca. 1 Stunde, die Bestrahlungszeit liegt bei ca. 10 Minuten. Anschließend werden alle Nadeln entfernt, so dass vom Körper nach dem Eingriff keine Strahlung ausgeht.

Einige Tage später wird dann die insgesamt knapp 6 Wochen dauernde perkutane Strahlentherapie eingeleitet, für die bereits zuvor ein Bestrahlungsplan angefertigt wurde. Vorher wird nochmals in einer Simulation die Bestrahlung erprobt und kontrolliert, wodurch die Bestrahlungsfelder auf die Haut projiziert und eingezeichnet werden. An jedem Werktag erfolgt die Bestrahlung an einem Linearbeschleuniger. Die Prostata wird zielgenau von mehreren Seiten bestrahlt.

Die Durchführung der Bestrahlung dauert zwei bis fünf Minuten. Die Behandlung wird von medizinisch-technischen Assistenten durchgeführt.

Nach Abschluss der äußeren Bestrahlung wiederholt sich die Afterloading-Bestrahlung. Danach ist die Strahlentherapie beendet und die Nachsorge beginnt.

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