Chemotherapie

Was ist eine Chemotherapie?

Eine gegen das männliche Geschlechtshormon Testosteron gerichtete Behandlung unter Einschluss so genannter LHRH-Agonisten (z. B. Goserelin oder Triptorelin) oder von Antiandrogenen (z. B. Flutamid oder Bicalutamid) wird als antihormonelle Therapie des Prostatakarzinoms bezeichnet (siehe auch unter Antihormonelle Therapie). Ist diese Behandlung nicht oder nicht mehr ausreichend wirksam, spricht man von einem hormonunempfindlichen (hormonrefraktären) Prostatakarzinom.

Um die Möglichkeiten einer antihormonellen Behandlung vollständig auszuschöpfen, kann dann unter Umständen eine Behandlung mit Medikamenten erwogen werden, die zu einem weiteren Hormonentzug und einem möglichen Tumoransprechen führen können. Hierzu zählen das Absetzen des Antiandrogens (Antiandrogenentzug), die Verwendung eines anderen Antiandrogens, eine Therapie mit den Medikamenten Ketoconazol oder Finasterid, dem Nebennierenrindenhormon Cortisol oder so genannten Aromatasehemmern. Mit Ausnahme des Antiandrogenentzugs sind die übrigen genannten Verfahren jedoch nicht hinreichend und reproduzierbar durch Studien gesichert. Sofern die o. g. Maßnahmen nicht Erfolg versprechend oder nicht durchführbar sind, kommen Chemotherapiemedikamente in Betracht, die an unterschiedlichen Stellen in der Tumorzelle angreifen und das Tumorwachstum hemmen oder die Tumorzellen zum Absterben veranlassen können. Hierzu zählen Medikamente, die den Spindelzellapparat der Tumorzellen während der Zellteilung beeinträchtigen. Beispiele sind Estramustin oder chemische Ersatzstoffe von Extrakten des Immergrüns (Vinca-Alkaloide) oder aus Eiben (Taxane). Zum Einsatz kommen u. U. auch Medikamente wie Anthrazykline oder Antimetabolite. Vor allem die Medikamente Docetaxel, Mitoxantron und Vinorelbin wurden eingehender in größeren Studien geprüft und zeigten bei etwa 30-60 % der Patienten einen PSA-Abfall um mindestens die Hälfte des Ausgangswerts. Ein solcher Abfall des PSA-Werts gilt als ein möglicher Maßstab für eine Verbesserung der Lebenserwartung.

Für die Erstbehandlung gilt derzeit eine Behandlung unter Einschluss von Docetaxel als Standardtherapie. Mit einer Chemotherapie wird häufig auch eine Verbesserung der Lebensqualität und eine Verringerung von Schmerzen erzielt. Hinsichtlich der ergänzenden Behandlung von Krankheitssymptomen oder Behandlungsnebenwirkungen  siehe unter Supportivtherapie.

Zurück

Marien Hospital Aktuell

08.03.18, 18.00 - 20.00 Uhr - Individuelle Therapie der Multiplen Sklerose (MS)

Publikumsveranstaltung der Klinik für Neurologie in Kooperation mit der DMSG Düsseldorf

[mehr]

Chirurgie am Marien Hospital Düsseldorf ausgzeichnet

Qualitätssiegel „KompetenzZentrum für Hernienchirurgie“

[mehr]

VKKD-Krankenhäuser für Diabetiker besonders geeignet

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) verleiht Zertifikat

 

[mehr]