Antihormonelle Therapie

Was ist eine antihormonelle Therapie?

Die Prostata und vor allem das Prostatakarzinom wachsen abhängig vom Testosteron, also dem männlichen Geschlechtshormon. Verringert man den Testosteronspiegel im Blut oder die Wirkung des Testosterons an der Prostata, spricht man von einer antihormonellen Therapie. Diese Therapie wird daher streng von der aggressiveren Chemotherapie unterschieden, bei der Tumorzellen abgetötet werden. Bei der antihormonellen Therapie kommt es zu einem langsameren Wachstum bzw. einem Wachstumsstillstand der Prostata und des Prostatakarzinoms. Bei einer großen Prostata kommt es nach einigen Monaten sogar zu einer Schrumpfung des Organs. Die Anwendungsgebiete der antihormonellen Therapie sind vielfältig. Liegt bspw. ein Prostatakarzinom vor, bei welchem ein erhöhtes Risiko besteht, dass es bereits außerhalb der Prostatakapsel wächst oder Tochtergeschwülste (Metastasen) nachgewiesen wurden, ist eine alleinige Therapie der Prostata durch Operation oder Bestrahlung nicht ausreichend, sondern eine Kombinationstherapie sinnvoller. Bei älteren Patienten, die keiner weiteren belastenden Therapie zugeführt werden können, wird in vielen Fällen nur eine antihormonelle Therapie durchgeführt. Außerdem wird bei einigen Patienten zur Vorbereitung und begleitend zu einer Strahlentherapie eine antihormonelle Therapie zusätzlich empfohlen. Bei der antihormonellen Therapie werden Tabletten und Spritzen (sog. Depot-Spritzen, die einen oder drei Monate wirken) eingesetzt. Der Therapieerfolg wird durch PSA-Bestimmung und transrektalen Ultraschall überwacht. Nach einigen Jahren kann es allerdings unter der Therapie zu einem erneuten Wachstum des Karzinoms kommen. Dann kann das Präparat gewechselt oder eine andere Therapieform (z. B. HIFU, Chemotherapie, Bestrahlung) gewählt werden.

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