Wann bin ich ein Notfall und muss so schnell wie möglich in die Notaufnahme eines Krankenhauses?

Die gesetzliche Definition des medizinischen Notfalls ist, wenn „sich der Versicherte in Lebensgefahr befindet oder schwere gesundheitliche Schäden zu befürchten sind, wenn er nicht unverzüglich die erforderliche medizinische Versorgung erhält“.
Für den Großteil der Patienten, die die Notaufnahmen in Deutschland aufsuchen, trifft der Begriff „unverzüglich“ Gott sei Dank oft nicht zu. Die stetig steigende Anzahl von Patienten stellt die Träger der Krankenhäuser und das dort tätige Personal vor immer größere Probleme und bedeutet für die nicht offensichtlich Schwerstkranken immer längere Wartezeiten. Auch wenn uns jeder Patient herzlich in unserem Haus willkommen ist, möchten wir hier im Interesse aller an Sie appellieren, zu überdenken, ob nicht eine Vorstellung beim Hausarzt oder kassenärztlichen Notdienst (Telefon: 116 117) zunächst eine sinnvolle Alternative darstellt. Auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst, den Sie im Notfall über die Telefonnummer 112 alarmieren können, sollte insbesondere den Mitbürgern vorbehalten bleiben, bei denen es wirklich „auf 10 Minuten ankommt“. Vielleicht kann Ihnen Ihr Hausarzt nach erfolgter Erstuntersuchung auch durch ein einfaches Telefonat einen Termin in einer unserer Sprechstunden vermitteln und Ihnen so unnütze und belastende Wartezeit in unserer Notaufnahme ersparen. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie unverzüglich medizinische Hilfe benötigen, können Sie auch gerne zunächst telefonisch mit uns unter (02 11) 44 00-24 22 Kontakt aufnehmen. Bei Bedarf sind wir selbstverständlich 7 Tage die Woche rund um die Uhr für Sie da.

Komme ich überhaupt rechtzeitig dran, wenn ich nicht mit einem Krankenwagen komme?

Neben Schwerverletzten oder Schlaganfallpatienten, die mit Notarzt und Rettungswagen zu uns gebracht werden, hat die Notaufnahme sich um eine Vielzahl von Patienten (über 20.000 im Jahr) zu kümmern, die oft auch zu Fuß das Krankenhaus aufsuchen. Dies schließt nicht aus, dass auch diese Patienten lebensbedrohlich erkrankt sein können. Hier liegt eine besondere Anforderung und Verantwortung bei unserem Team aus speziell geschulten Arzthelferinnen, Pflegekräften und Ärzten verschiedener Fachrichtungen. Deshalb werden alle Patienten bei uns einer standardisierten Ersteinschätzung unterzogen. Wenn nötig wird deshalb durchaus der Fußgänger vor demjenigen drangenommen, der mit dem Rettungsdienst kommt.

Warum muss ich so lange warten, obwohl es mir so schlecht geht?

Schon bei Ihrer Anmeldung wird abgeschätzt, wie dringend objektiv Ihre Beschwerden behandelt werden müssen, damit insbesondere keine Gefahr für Leib und Leben bzw. kein bleibender Schaden entsteht. Durch kurze Befragung und ggf. Messung diverser Werte wie z. B. Blutdruck, Puls und Fieber kann das in der Mehrzahl der Fälle standardisiert beurteilt werden. Entscheidend sind unter anderem die Aktualität und Form der Symptome oder die Stärke des empfundenen Schmerzes. Hieraus ergibt sich eine Reihenfolge, die in der Regel nicht dem Zeitpunkt Ihres Eintreffens entspricht. Es kann leider sein, dass zu gewissen Zeiten eine Vielzahl von Patienten dringlicher behandelt werden muss als Sie selbst, auch wenn es Ihnen subjektiv „am schlechtesten geht“. Seien Sie sicher, dass wir dabei einen gerechten und professionellen Überblick behalten und Sie „nicht vergessen“.

Wann kommt denn endlich ein Arzt?

Die versorgende Pflegekraft teilt das Ergebnis der Dringlichkeitseinschätzung dem zuständigen Arzt mit, ggf. werden Untersuchungen (Blutabnahme/EKG) oder Behandlungen (Infusionen) nach Rücksprache mit ihr/ihm schon begonnen, ohne dass Sie den Arzt schon persönlich kennen gelernt haben. Sobald wie möglich wird er mit Ihnen sprechen und Sie dann selbst untersuchen. Seien Sie sicher, dass dieses Vorgehen Ihrer Genesung dient und glauben Sie bitte nicht, dass in dieser Zeit nichts passiert. Die meisten Blutuntersuchungen zum Beispiel dauern mindestens eine Stunde und sind in der Regel nötig, um endgültig herauszubekommen, was Ihnen fehlt.


Ich habe eine Einweisung vom Hausarzt: Warum kann ich nicht direkt auf die Station?

Ein längerer Aufenthalt in der Notaufnahme, auch wenn man schon in einem Behandlungszimmer ist und/oder versorgt wurde, fällt den meisten Patienten verständlicherweise schwer. Wie die meisten Krankenhäuser sind aber auch wir so organisiert, dass Patienten nur auf die Station verlegt werden, wenn die Gründe für die Vorstellung in der Notaufnahme endgültig geklärt sind. Hierzu stehen uns sämtliche Möglichkeiten auch der modernen Gerätemedizin (z.B. Computer- bzw. Magnetresonanztomografie) zur Verfügung. Das nimmt ab und zu einige Zeit in Anspruch. Glücklicherweise heißt die Vorstellung im Krankenhaus auch im Falle einer Einweisung nicht zwingend, dass man auch dort bleiben muss. Es kann durchaus sein, dass wir nach Ausschluss bedrohlicher Krankheitsbilder bzw. Versorgung von Verletzungen/Brüchen die weitere Versorgung dem niedergelassenen Kollegen oder Ihrem Hausarzt überlassen können. Selbstverständlich spielen neben Ihrer Erkrankungsschwere Ihre eigenen Wünsche bzw. Ihre Situation zu Hause hierbei eine entscheidende Rolle.

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