Forschung/Entwicklung

Um unseren Patienten jederzeit Zugang auch zu den modernsten Behandlungsmöglichkeiten bieten zu können, beteiligt sich die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie im Rahmen des InterdisziplinärenOnkologischenZentrums (IOZ) an klinischen Therapieoptimierungsstudien, u. a. auf den Gebieten der kolorektalen Karzinome und der gastrointestinalen Stromatumoren (GIST). Auf diese Weise profitieren unsere Patienten von wesentlichen aktuellen medizinischen Fortschritten wie z. B. der so genannten neoadjuvanten Vorbehandlung fortgeschrittener Tumore mit Chemo- und Strahlentherapie oder einer intensivierten medikamentösen Behandlung z. B. in Form so genannter Thyrosinkinasehemmer und vielen mehr.

Als eines von wenigen Zentren in Deutschland bietet unsere Klinik in Zusammenarbeit mit der Klinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie die Möglichkeit der intraoperativen Strahlentherapie (IORT) an, um insbesondere bei sehr ausgedehnten Tumoren im unmittelbaren Anschluss an die operative Entfernung der Tumoren durch eine gezielte, hochdosierte Bestrahlung noch vor Verschluss des Bauchraumes, das postoperative Risiko für ein Wiederauftreten des Tumors zu minimieren.

Im Sinne der Patientensicherheit in unserer Klinik setzen wir seit Jahren die Technik der Laser-Fluoreszenz-Angiografie (LFA) mit großem Erfolg ein. Eine suffiziente Durchblutungssituation ist neben anderen operativ technischen Faktoren ein relevantes Kriterium, um eine komplikationsfreie Heilung z. B. von Darmanastomosen zu gewährleisten. Mit der Laser-Fluoreszenz-Angiographie steht uns als zusätzliche Qualitätssicherungsmaßnahme ein einfach zu handhabendes System zur Verfügung, mit dem man direkt intraoperativ die Durchblutungssituation der zur Anastomosierung vorbereiteten Darmanteile beurteilen kann. Auf Grund der überzeugenden Ergebnisse mit diesem System in der Darmchirurgie haben wir den Einsatz der Laser-Fluoreszenz-Angiografie zunehmend auf die Chirurgie des gesamten Gastrointestinaltrakts und die Weichteilchirurgie erweitert. Die hervorragenden Ergebnisse dieser Technik haben wir in den vergangenen Jahren auf zahlreichen wissenschaftlichen Kongressen vorstellen können.

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