Hodentumor

Allgemein

Es gibt gut- und bösartige Hodentumoren. Der bösartige, sog. maligne Hodentumor ist die häufigste Tumorerkrankung des jungen Mannes. Aber auch ältere Männer können, wenn auch seltener, an einem malignen Hodentumor erkranken. Weltweit registriert man eine steigende Tendenz, ohne die genauen Ursachen zu kennen. Es existieren viele unterschiedliche Tumorarten, die unterschiedliche Therapien erforderlich machen. Im Wesentlichen unterscheidet man Seminome von Nichtseminomen, welches für die weitere Therapie und Nachsorge von entscheidender Bedeutung ist.

Symptome

Ein Hodentumor verursacht in der Regel keine Schmerzen. Auffällig ist meist die derbe, zunehmende einseitige Hodenschwellung. Eine Wasseransammlung im Hodensack, eine Hydrozele, kann einen Hodentumor maskieren. Gelegentlich deuten Schwellungen der Leistenlymphknoten auf einen Hodentumor hin. Selten zeigen sich Impotenz, Sterilität oder eine Schwellung der Brustdrüse, eine Gynäkomastie. Bei fortgeschrittenen Tumoren mit Ausbildung von Tochtergeschwülsten, einer Metastasierung, können sich Rücken- oder Bauchschmerzen zeigen. Bei Gehirnmetastasen kommen eventuell neurologische Ausfälle vor.

Diagnostik

Nach einem verdächtigen Tastbefund folgt die Ultraschalluntersuchung mit einem hochauflösenden Schallkopf (7,5 bis 10 MHz), womit eine gute Darstellung des Tumors möglich ist. Viele Hodentumore zeigen auffällige Veränderungen im Blut, sog. Tumormarker. Daher wird bereits bei Tumorverdacht, also vor einer Operation, Blut abgenommen, um spezielle Parameter bestimmen zu können: alpha-Fetoprotein, beta-HCG, LDH und PLAP. Diese Tumormarker sind im weiteren Verlauf zur Überwachung des Therapieergebnisses von großer Wichtigkeit. Die endgültige Diagnose wird erst nach operativer Entfernung des Hodens mit Zugang über die Leiste, einer inguinalen Ablatio testis, durch den Pathologen gestellt. Zur Abklärung einer eventuellen Metastasierung erfolgen Computertomografien des Bauchraums, des Brustraums und des Kopfes. Bei Verdacht auf Knochenmetastasen wird zusätzlich eine radiologische Untersuchung des Skeletts, eine Skelettszintigrafie, durchgeführt.

Therapie

Nach operativer Hodenentfernung und histologischer Sicherung eines malignen Hodentumors entscheidet die Tumorart und das Tumorstadium über die weitere Therapie. Im Anfangsstadium kann in einigen Fällen zunächst zugewartet werden. Eine weitere Therapie ist dann nicht notwendig. Manche Hodentumoren sind strahlensensibel, daher empfiehlt sich, z. B. beim reinen Seminom, die Bestrahlungstherapie. Bei manchen Nichtseminomen empfiehlt sich die Entfernung der Lymphbahnen des Hodens im Rahmen einer Operation, einer retroperitonealen Lymphadenektomie. Alternativ wäre eine Chemotherapie durchzuführen. Jeder Patient mit einem Hodentumor wird in unserer Klinik in einer interdisziplinären Konferenz bei Onkologen und Strahlentherapeuten vorgestellt und ein individuell angepasstes Therapiekonzept erarbeitet. Alle anschließenden Therapien können im Marien Hospital Düsseldorf erfolgen.

Nachsorge

Die Nachsorge beim Hodentumor wird durch den niedergelassenen Urologen bzw. Hausarzt in enger Kooperation mit unserer Klinik durchgeführt. Wichtig ist die kontinuierliche Nachsorge. Die manuelle Untersuchung und Ultraschallkontrolle des verbliebenen Hodens und der Lymphknoten ist hierbei wichtig. Zusätzlich müssen in einigen Fällen eine konventionelle Röntgenaufnahme der Lungen oder Computertomografien angefertigt werden, um eine Metastasierung oder ein Wiederauftreten des Tumors früh zu erfassen. Bei Tumoren, die vor der Operation erhöhte Tumormarker zeigten, ist deren regelmäßige Kontrolle unabdingbar.

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