Schlaganfall

In Deutschland erleiden jährlich annähernd 200.000 Menschen einen Schlaganfall, der leider oft bleibende Behinderungen unterschiedlicher Ausprägung hinterlässt.

In Düsseldorf sind mehr als 1.200 Menschen im Jahr von einem Schlaganfall betroffen. Der Hirninfarkt ist die dritthäufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen, so stirbt etwa jeder 10. Deutsche über 50 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Nachdem der Schlaganfall bis vor wenigen Jahren noch eines der Stiefkinder der Medizin war, hat sich in letzter Zeit zunehmend die Erkenntnis durchgesetzt, dass durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung des Schlaganfalls Menschenleben gerettet werden können. Damit können bleibende Schäden vermindert werden. Nach einem Hirninfarkt sind insbesondere die ersten drei bis sechs Stunden von größter Bedeutung, d. h. jede Minute zählt, um die richtige Therapie beginnen zu können.

Eines oder mehrere der folgenden Symptome weisen auf einen Schlaganfall:

  • Lähmung/Schwäche oder Taubheit auf einer Körperseite
  • Doppelbilder
  • Sehstörung durch teilweisen Ausfall des Gesichtsfeldes
  • Sprachstörungen und Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehen
  • Drehschwindel, Gangunsicherheit, Fallneigung
  • Extrem starker plötzlicher Kopfschmerz

Diese Symptome können auch vorübergehend auftreten und sich nach einigen Minuten oder Stunden vollständig zurückbilden. Es handelt sich dann um so genannte Warnsymptome des Schlaganfalls, die einem Schlaganfall mit bleibenden Störungen in einem Drittel vorausgehen. Daher sollte eine sofortige Abklärung durchgeführt werden, am besten in einer spezialisierten Abteilung, wie dem SchlaganfallZentrum (Stroke Unit) des Marien Hospitals Düsseldorf.

Der Schlaganfall ist kein unabwendbares Schicksal, da Risikofaktoren erkannt und behandelt bzw. beseitigt werden können.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren des Schlaganfalls gehören:

  • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) der hirnversorgenden Arterien, die sich einfach mit Ultraschall feststellen lässt
  • Erhöhter Blutdruck
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Herzrhythmusstörungen und andere Herzerkrankungen
  • Rauchen
  • Erhöhte Cholesterinwerte im Blut
  • Übergewicht und Bewegungsmangel

Zusammen mit Ihrem Arzt können die Risikofaktoren für den Schlaganfall festgestellt werden. Durch Änderung der Lebensführung bzw. durch gezielte Behandlung kann das persönliche Risiko vermindert werden.

Die Behandlung des eingetretenen Schlaganfalls ist immer noch schwierig. Daher ist die Vorbeugung umso wichtiger. Allerdings hat es auch hier in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte in der Therapie gegeben. So kann z. B. bei den Schlaganfallpatienten, die mit schweren Ausfällen innerhalb der ersten drei Stunden in das Marien Hospital Düsseldorf kommen, eine so genannte Lyse-Therapie durchgeführt werden, mit der das Blutgerinnsel, das eine Hirnarterie verstopft, wieder aufgelöst wird. Auch die Behandlung und Überwachung auf einer speziellen Schlaganfall-Station, einer sog. Stroke Unit, wie sie in der Neurologischen Klinik eingerichtet ist, verbessert die Prognose der Erkrankung. In der Klinik für Neurologie findet darüber hinaus eine fachübergreifende Diagnostik und Akutbehandlung im SchlaganfallZentrum statt.

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