Parkinson-Krankheit

Die Parkinson-Krankheit ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Schätzungsweise sind davon in Deutschland 100.000-150.000 Menschen betroffen und jedes Jahr erkranken etwa 15.000 Menschen neu. Die Parkinson-Krankheit beginnt gewöhnlich zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr, immer häufiger erkranken jedoch auch jüngere Menschen. In der Mehrzahl der Fälle ist keine Erblichkeit nachzuweisen. Ursächlich ist die Parkinson-Krankheit auf einen Untergang von Nervenzellen in bestimmten Bereichen des Gehirns, wie der so genannten Substantia nigra, zurückzuführen.

Durch den Verlust dieser spezialisierten Nervenzellen kommt es im Gehirn zum Mangel des Botenstoffs Dopamin, der bei der Steuerung motorischer Funktionen in den so genannten Stammganglien des Gehirns benötigt wird. Als Folge des Dopaminmangels entwickelt sich eine Störung motorischer Bewegungsabläufe, was sich insbesondere an den drei Hauptsymptomen Bewegungsverlangsamung (Hypokinese), Steifheit mit unwillkürlicher Muskelanspannung (Rigor) und Zittern (Tremor) zeigt. Es können vegetative Störungen auftreten, wie z. B. abnormes Schwitzen, Speichelfluss, Störungen der Darm- und Blasenfunktion sowie Kreislaufregulationsstörungen. Bei einigen Betroffenen sind im Verlauf auch Beeinträchtigungen der geistigen und seelischen Funktionen möglich, wie z. B. Verlangsamung der Denkabläufe und der Reaktionsfähigkeit. Andere Patienten sind depressiv verstimmt, antriebsarm und lustlos.

Zwar gibt es bis heute keine Therapie, mit der man die Parkinson-Krankheit heilen kann, jedoch  stehen zahlreiche sehr wirkungsvolle Mittel zur Behandlung der Symptome zur Verfügung. Darüber hinaus kann in ausgewählten Fällen, insbesondere bei komplizierten Krankheitsverläufen oder bei im Vordergrund stehendem Tremor, die Stimulation bestimmter Hirnabschnitte über eine durch den Neurochirurgen platzierte feine Sonde (vergleichbar einem Herzschrittmacher) zur Symptomverbesserung führen.

In unserer Neurologischen Klinik werden alle Untersuchungen durchgeführt, die zur Sicherung der Diagnose und zur Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen erforderlich sind. Es werden alle konservativen Verfahren eingesetzt, Patienten mit schweren Krankheitsverläufen werden im Hinblick auf invasive Verfahren wie die Tiefenhirnstimulation untersucht und dann in einem kooperierenden Zentrum behandelt.

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