Was ist Palliativmedizin?

‘Pallium’ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ‘Mantel’. Palliativ bedeutet ‘lindernd’ oder ‘schützend’. Die Palliativmedizin befasst sich mit der ganzheitlich orientierten Behandlung und Betreuung von Patienten mit schwerwiegenden und fortschreitenden Erkrankungen, wobei die Behandlung nicht auf die Grunderkrankung, sondern auf die Symptome gerichtet ist, unter denen der Patient leidet.

Ziele der Palliativmedizin

Mit dem Fortschreiten einer schwerwiegenden oder nicht heilbaren Erkrankung leiden Patienten oft unter Schmerzen und anderen Symptomen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Verwirrtheit). Außerdem kann die Lebensqualität durch psychische, soziale und spirituelle Sorgen beeinträchtigt werden. Ziel der palliativmedizinischen Betreuung ist die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die durch eine lebensbedrohliche Erkrankung mit Nöten konfrontiert sind, mit denen sie nicht fertig werden können. Helfen kann die Palliativmedizin durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzen und durch eine wirksame Behandlung von Schmerzen sowie anderen Problemen/Symptomen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Natur.

Palliativmedizinische Betreuung soll ein selbstbestimmtes, beschwerdefreies und bewusstes Leben auch dann ermöglichen, wenn die Grunderkrankung nicht mehr heilbar ist oder sinnvoll behandelt werden kann.